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Hinter den Beauty-Kulissen… ProTec Ingredia GmbH Proudly Presents: Wie Rohstoffe zu Kosmetikherstellern kommen

Here you can find an English version of this article.

In Kooperation mit ProTec Ingredia // „Wie ein typischer Arbeitstag von mir aussieht? Ich komme morgens um 8 Uhr ins Büro, mache den Computer an und plötzlich ist es schon 17 Uhr 🙂 “, antwortet mir Birgit Haemel, die Geschäftsführerin der ProTec Ingredia GmbH, gut gelaunt auf meine Frage nach ihrem beruflichen Alltag. Dieses Gefühl kenne ich nur zu gut, denn auch mir geht es oft so, dass ich mich am Freitag frage, wo denn eigentlich die Woche geblieben ist. Vielleicht liegt das daran, dass wir beide leidenschaftlich gern in der Beauty-Branche arbeiten. Und genau darüber sprechen wir heute bei unserem gemeinsamen Mittagessen nach dem vormittäglichen Besuch beim Algenbauern in der Bretagne. Lauscht doch einfach ein bisschen unserem Gespräch, so als ob ihr im Restaurant am Tisch neben uns sitzen würdet. Die schöne Aussicht auf das Meer könnt ihr dabei auch noch genießen…

Was bisher geschah: Im Prolog meiner ‚Beauty-Soap‘ habe ich bereits geschildert, dass ich in Kooperation ProTec Ingredia GmbH eine Beauty-Fortsetzungsgeschichte für den Blog entwickelt habe. Sie führt mich zu den Ursprüngen der Kosmetik – denn ohne Roh- und Wirkstoffe könnte es keine Cremes oder andere Kosmetikprodukte geben. Mein kosmetisches Abenteuer startete in der letzten Folge mit einem Besuch beim Algenbauern in der Bretagne.

Berufliche Wege

Julia: Ein bisschen habe ich ja nun auf unserer Reise bereits einen Einblick in Deinen Beruf bekommen. Aber lass uns doch von vorn anfangen. Wie bist Du zu Deinem Job gekommen und was machst Du da eigentlich genau mit Deiner Firma? Früher hatte ich mal eine Serie auf dem Blog, die sich mit Berufen in der Naturkosmetik-Branche beschäftigt hat, die kam sehr gut an – und ich bin ja auch immer höchst neugierig, was andere Menschen beruflich machen.

Birgit: Ich denke, dass es nicht nur einen einzigen Weg gibt, Distributor von Kosmetikrohstoffen zu werden. Bei mir war es so, dass ich schon als Kind gern spielerisch etwas verkauft habe. Da war es fast logisch, dass ich später Betriebswirtschaft studiert habe. Anschließend habe ich in der chemischen Industrie als Sales- und Produktmanager gearbeitet. Nach einigen Jahren wollte ich eine neue Herausforderung starten und fand mich plötzlich in der Beauty-Industrie wieder. Ich konnte auf einmal Produkte riechen, anfassen und sogar auf die Haut auftragen (das war mit den Chemikalien ja nie möglich). Nach zwei Jahren ‚Schnupperkurs‘ habe ich mir dann den Traum erfüllt und mich 1994 als Distributeurin in der Kosmetikindustrie selbstständig gemacht: Die ProTec Ingredia GmbH vertreibt kosmetische Wirkstoffe und Rohstoffe von vier international renommierten Partnern in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden. Einen davon hast Du ja mit Codif beim Algenbauern bereits kennengelernt. Da ich eine sehr wissensdurstige Person bin und Sachverhalte gern verstehen möchte, bin ich tief in die Biochemie eingetaucht 😉 – wenn man ein Themengebiet interessant findet, dann lernt es sich viel leichter!

Julia: Das kenne ich, mein Wissen über Naturkosmetik habe ich mir in den letzten Jahren ja zwangsläufig selbst beibringen müssen; und das geht wahrscheinlich nur, wenn man das Fachgebiet liebt. Wieviele Mitarbeiter hast Du denn mittlerweile?

Birgit: Sieben angestellte Mitarbeiter, und weitere sieben arbeiten auf Freelance-Basis für mich, z.B. im Bereich IT. Für den Vertrieb in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden sind die beiden Senior Sales Manager Birgit Gertchen-Ohligschläger (auf dem Foto oben ganz links) und Norbert Trage (vierter von links auf dem Foto) zuständig – Du hast die beiden ja bereits bei unserem Treffen in der Bibliothek kennengelernt. Und ohne Innendienst bzw. Backoffice und die Mitarbeiter im Lager geht es natürlich bei uns ebenfalls nicht: Auf dem Foto siehst Du Nicole Schu (zweite von links), Regina Linden (zweite von rechts) und Marina Prinsen-Löbbering mit den Hunden Hudson und Kimi (ganz rechts). Na, und ich habe für das Foto den Tarnanzug angezogen, so dass man mich besonders gut sieht 😉 .

Julia: Welchen Tipp hast Du für junge Frauen, die gerade in den Beruf einsteigen?

Birgit: Mir war schon immer wichtig, unabhängig zu sein, auch finanziell, also mein Leben selbst zu gestalten. Ich würde deswegen unbedingt auf eine gute Ausbildung achten. Am besten ist es, wenn sich das berufliche Themengebiet zu einer persönlichen Leidenschaft entwickelt. Zusammen mit einem gewissen Durchhaltevermögen kann sich dann eigentlich nur der Erfolg einstellen 🙂 .

Ein bisschen Beauty-Insider Talk

Julia: Du magst die Kosmetikbranche sehr, weshalb ist das so?

Birgit: Gerade haben wir ja schon über das Thema Ausbildung gesprochen, und wie wichtig sie in meinen Augen ist. Insgesamt sind das Ausbildungsniveau und die Anforderungen an die Fachkräfte in der Kosmetikindustrie hoch. Außerdem habe ich den Eindruck, dass man in der Beauty-Branche wertschätzender miteinander umgeht als in anderen Branchen. Nicht zuletzt kann man spannende Persönlichkeiten kennenlernen, die ihren Beruf leidenschaftlich gern machen und die Forschung voranbringen!

Julia: Schon öfter haben wir uns ja darüber unterhalten, dass die Beauty-Branche eher negativ von der Presse betrachtet wird und wie sehr uns das beide ärgert…

Birgit: Ja, das ist mir ein echtes Anliegen – auch für unser gemeinsames Blog-Projekt hier, die Beauty-Fortsetzungsgeschichte. Viele Menschen ahnen gar nicht, wie komplex es ist, ein Kosmetikprodukt zu entwickeln und marktreif zu machen. Wie viel Wissen man dafür benötigt! Das fängt ja schon beim Rohstoff an, eine Pflanze hüpft ja nicht einfach von selbst in einen Kosmetiktiegel 😉 . Die Anforderungen an Rohstoffe sind so hoch wie nie und dazu sehr unterschiedlich: Sowohl von gesetzlicher Seite aus bis hin zu den Vorschriften der diversen Naturkosmetik-Siegel. In der Beauty-Branche werden deshalb viele verschiedene Fachleute und oft auch einiges an Zeit benötigt, bis ein Kosmetik-Produkt im Laden steht. Deswegen möchte ich Dir für dieses Blog-Projekt auch möglichst viele Einblicke hinter die Kulissen der Kosmetikbranche verschaffen.

Wie ein typischer Arbeitstag aussieht

Julia: Und wie kann ich mir nun Deine Tätigkeiten als Geschäftsführerin vorstellen?

Birgit: Ich sehe mich als Mädchen für alles 🙂 und versuche, dem Vertrieb den Rücken möglichst frei zu halten. Ich unterstütze sie mit der Kalkulation, halte Kontakt zu den Rohstoffherstellern, kümmere mich um das Reporting, mache das Controlling oder bin bei Messen dabei. Viele Emails zu beantworten gehört ebenfalls zu meinen täglichen Aufgaben…

Julia: Das habe ich schon bemerkt, denn wir beide haben ja gleich nach unserem Besuch beim Algenbauern zu unseren Handys gegriffen und dringende Mails beantwortet. Gut informiert sein gehört für Dich dazu…

Birgit: Ja, ich möchte immer auf dem Laufenden sein. Fortbildung ist mir sehr wichtig, ich lese viel: Das können Fachmagazine sein, aber ich recherchiere auch oft im Internet zu Kosmetikrohstoffen. So bin ich ja auch auf Dich gestoßen! Dazu bieten unserer Rohstoffhersteller regelmäßig Webinare zu spannenden Themen und Inhaltsstoffen an. Abgesehen davon habe ich jede Menge wissenschaftliche Newsletter abonniert und besuche Kongresse, wenn es zeitlich möglich ist.

Wie der Rohstoff zum Kosmetikhersteller kommt

Julia: Und wie kommt nun der Rohstoff zum Kosmetikhersteller?

Birgit: Meine Firma arbeitet mit vier Vertragspartnern, also Rohstoffherstellern, zusammen. Ich bin durchaus ein bisschen stolz darauf, dass das so innovative Unternehmen sind, die sehr hochwertige Wirkstoffe herstellen. Wir von ProTec Ingredia vertreten in Deutschland, Österreich, Schweiz und den Niederlanden die vier Rohstoffhersteller Codif Technologie naturelle, Mibelle Biochemistry, Oat Cosmetics und Barnet Products – sehr viele der Wirkstoffe sind für Naturkosmetik geeignet.

Wenn ein Kosmetikhersteller Rohstoffe braucht, dann kontaktiert er uns. Oder aber wir stellen ihm neue Rohstoffe vor, die man in geplanten Produkten verwenden könnte. Auch auf Veranstaltungen wie den Rohstoffmessen In-Cosmetics und Cosmetic Business, dem Naturkosmetik Branchenkongress oder aber dem jährlichen Sepawa-Kongress präsentieren wir eine Auswahl unserer Rohstoffe. Besonders spannend ist es, gemeinsam ein Projekt durchzuführen, also zusammen mit dem Kosmetikhersteller einen neuen Wirkstoff oder eine Wirkstoff-Kombination für ein Produkt zu entwickeln. Entscheidend sind dafür oft auch die detaillierten Studien zu den jeweiligen Rohstoffen, die die Wirkung und natürlich auch Sicherheit der Inhaltsstoffe bestätigen. Die Kosmetikrohstoffe werden dann von unserem Lager direkt an den Kosmetikproduzenten geliefert.

Die Zukunft der Naturkosmetik

Julia: Wie siehst Du die Zukunft der Naturkosmetik?

Birgit: So wie Du auch frage ich mich, ob es in Zukunft überhaupt noch eine starke Trennung zwischen der „konventionellen“ Kosmetik und der Naturkosmetik geben wird. Ich denke, dass die Grenzen fließender werden: Konventionelle Kosmetikfirmen kümmern sich schon seit einiger Zeit mehr um das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Und die Performance der Naturkosmetik wird sich zunehmend an der Leistung von „konventionellen“ Produkten orientieren. Nicht ganz einfach ist es z.B., die Haptik von Naturkosmetik auf den Stand der „konventionellen“ Kosmetik zu bringen. Möglich dürfte das schon sein, aber es ist sicher oft auch eine Frage des Preises. Sowohl die „konventionelle“ Kosmetik als auch die Naturkosmetik bewegen sich also in meinen Augen aufeinander zu. Da gibt es heute eine ganz andere Dynamik als früher, was sehr gut ist! Denn diese Dynamik macht den Weg zu mehr Nachhaltigkeit möglich.

Julia: Du hast mich ja nun auf unserer Reise schon ganz wild auf einige Wirkstoffe gemacht, die ihr anbietet. Welche sind denn Deine drei persönlichen Lieblinge?

Birgit: Ich teste alle unsere Wirkstoffe, das kann ich nicht lassen 🙂 . Schließlich bin ich davon überzeugt, was sie können! (Alle Wirkstoffe sind auf der Homepage von ProTec Ingredia gelistet.) Wenn ich nur drei auswählen dürfte – und das fällt mir echt schwer, dann wären das: Detoxondria von Codif; ein Wirkstoff aus der roten Mikroalge Rhodella violacea, der den Selbstreinigungsprozess der Mitochondrien (unseren ‚Kraftwerken‘) aktiviert, deren funktionales Netzwerk erhält und so den Altersstatus der Hautzellen um bis zu 14 Jahre verjüngt. Außerdem Oat Lipid e von Oat Cosmetics. Ein natürliches Haferöl mit einem super Hautgefühl. Es bietet Schutz, glättet und macht die Haut spürbar zarter. Und auf MossCellTecTM No. 1 von Mibelle Biochemistry kann ich in meiner Pflege keinesfalls verzichten. Dieser Wirkstoff aus einer biotechnologischen Mooskultur verfolgt ein ganz neues Anti-Aging-Konzept, die Zellkern-Vitalität. Viele biochemische Prozesse laufen mit zunehmendem Alter verlangsamt ab; mit MossCellTecTM No. 1 wird der Stoffaustausch in unseren Hautzellen wieder angekurbelt, und die Haut bleibt jugendlich und widerstandsfähig. Der Wirkstoff ist noch gar nicht lange auf dem Markt und eine echte Innovation.

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Apropos Innovation: Weil ich nun gern wissen möchte, wie neue Kosmetikrohstoffe entwickelt werden, machen Birgit und ich uns auf zu unserer nächsten Reise. Dort dreht sich alles um das Thema Innovation!

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