Meine erste Liebe im Bereich Beauty waren Parfüms: Als Teenagerin hatte ich eine kleine Kollektion, die sowohl Klassiker von Guerlain, Yves Saint Laurent und Dior als auch die damals angesagten Düfte wie Loulou und Anais Anais von Cacharel, New West von Aramis oder CK One von Calvin Klein umfasste. Auch auf meinem Blog habe ich mich immer wieder den Parfüms gewidmet, zum Beispiel als ich die Düfte meiner Oma vorstellte oder Spaß an Parfüm-Reviews von Florascent oder April Aromatics hatte. Nun wird es Zeit zu zeigen, was meine Nase in diesem Sommer so umweht. Spoiler: Ich habe Gefallen an Gourmand-Düften gefunden. Viel Spaß beim Entdecken meiner sommerlichen Momente!
Mit dem Fahrrad durch die Lindenallee
Seitdem ich in Bamberg wohne, besitze ich die Saisonkarte für das hiesige Flussbad. Dort kann man mich von Mai bis September an fast jedem Abend finden; ich liebe es, mich den Fluss hinuntertreiben zu lassen. Im Juni ist schon der Weg zum Hainbad ein Genuss: Mit meinem roten Klappfahrrad fahre ich durch eine Allee mit großen Lindenbäumen, die dann in voller Blüte stehen. Schon lange suchte ich nach einem authentischen Lindenduft, so wie ihn meine Nase empfindet: Nicht zu frisch, nicht zu süß, dafür mit einer ordentlichen Portion an Jasmon. In einem Duftgeschäft in Südfrankreich wurde ich im letzten Jahr fündig und bereue es sehr, nur einen Flakon des Eau de Toilette Tilleuil von Senteurs Alpes Provence aus Buis les Baronnies (der Lindenhauptstadt Frankreichs) mitgebracht zu haben. Der unspektakuläre Flakon fängt den Duft der Lindenblüten auf ganz selbstverständliche, unpräziöse und nonchalante Weise ein. Das Eau de Toilette duftet genauso, wie wenn ich mit meinem Fahrrad die Lindenallee entlang sause und die Düfte frei in der warmen Luft um mich herum schweben – und die Straße dank der Bienen in den Kronen der Bäume summt und vibriert.
Der herrlich süßliche Duft von Klebreis
Kennt ihr den Duft von Klebreis? Daifuku gehören in Japan zu meinen liebsten Süßigkeiten: Mochi mit einer roten Bohnenfüllung kann ich niemals widerstehen. Auch das Klebreismehl, mit dem ich meine Mochi Cookies backe, hat diesen köstlich zarten und cremigen Duft. In Frankfurt hatte ich neulich in der neu eröffneten Filiale der niederländischen Parfümerie Skins die Möglichkeit, die Reisdüfte der amerikanisch-vietnamesischen Marke d’Annam auszuprobieren. Sofort verfallen war ich dem Eau de Parfum Strawberry Mochi von d’Annam. Gleich nach dem Aufsprühen steigt mir der typische Klebreisduft in die Nase, die Erdbeere bleibt ganz zurückhaltend und natürlich. Im Herzen und Fond des Dufts kommen dann die sanfte Süßlichkeit der roten Bohnenpaste sowie etwas brauner Zucker zum Tragen. Die immer zarter werdenden Klebreisnoten umhüllen den eher sanften Duft bis zum Schluss – so wie beim Essen eines Mochi. Ich bin restlos begeistert (leider teuer). Hier geht es zur Homepage von d’Annam und der Homepage von Skins.
Banana Crush
Wer meinen Blog länger liest, weiß von meiner seltsamen Vorliebe für Bananendüfte: Schon öfter habe ich Kosmetikprodukte wie eine Handcreme oder einen Lippenbalsam nur wegen des Bananendufts gekauft. Seit einiger Zeit sind – vermutlich im Zuge des aktuellen Trends hin zu Gourmand-Düften – auch Bananenparfüms populärer geworden. Bei Skins in Frankfurt nutzte ich die Gelegenheit, das Eau de Parfum Miami Split von Abel kennenzulernen. Die niederländisch-neuseeländische Marke hat sich ganz den 100% natürlichen Düften verschrieben. Miami Split ist eine neue Kreation und ist wirklich gewagt. Hier werden weißes Oud und süße Banane zusammengebracht. Entstanden ist dabei ein höchst erwachsener Bananenduft, der nichts mit Teenagern oder künstlichem Bananengelee zu tun hat. Ganz zu Anfang steht eine karamellisierte Banane ohne jegliche Süße im Mittelpunkt, doch gleich darauf wird sie von Holz und Harz mit hoher Intensität eingefangen. Ein absolut spannender und vermutlich polarisierender Duft. Ich habe mir eine Kleingröße davon gekauft. Hier geht es zur Homepage von Abel, gibt es auch bei Skins, Amazingy, Woodberg etc. zu kaufen.
Banana Rush
An der Kasse bei Skins bekam man eine Mini-Size des Eau de Parfum Banana Rush von Juliette has a gun geschenkt, wenn man sich in die Kundenkartei von Skins aufnehmen ließ. Oh yes, das habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen – und das, obwohl ich sonst so wie gut keine Kundenkarten habe. Aber bei Banane fallen bei mir offenbar alle Widerstände 😉 . Auch hier eröffnet die Banane den Duft, sie ist reifer, synthetischer, süßer und gourmandiger, gepaart mit Ahornsirup bzw. gebranntem Zucker. Nach einer Weile beruhigen sich die fruchtig-röstigen Noten und werden durch einen Hauch cremige Kokosmilch und etwas weiße Blüten besänftigt. Vanille und warmes Sandelholz bilden den mainstreamigeren Fond. Ich habe nun Lust auf ein Dessert aus der französischen Karibik bekommen… Hier geht es zur Homepage von Juliette has a gun.
Matcha Money und Pandan
Ein Anhänger für Kleingeld: Die Vintage Coin Pouch von Three Potatoe Four mit der Aufschrift Matcha Money habe ich von der großartigen Asita Morgan geschenkt bekommen. Sie ist Gründerin und Inhaberin des in Deutschland einzigartigen und im besten Sinne newyorkischen Concept Stores Philokalist in Frankfurt. Dort gibt es eine inspirierende Auswahl an Nischenkosmetik, Accessoires, Düften, Schmuck und natürlich auch Matcha. Würde ich in Frankfurt wohnen, wäre ich dort ständig anzutreffen. Hier geht es zur Homepage und Onlinestore von Philokalist.
Pandan avanciert gerade zum Trendduft; in Desserts und Kuchen mag ich den Extrakt der Blätter der tropischen Schraubenpalme schon lange. Annika von Trend-Traveller hat mir aus Bangkok ein Riechdöschen von Choui mitgebracht, das erfrischend und zugleich beruhigend nach Pandan duftet. Über solche Riechdöschen und Naseninhalatoren habe ich vor über zehn Jahren auf dem Blog geschrieben (ein Artikel, der noch immer viel gelesen wird). Nun steht das Riechdöschen mit Pandan an meinem Schreibtisch und erfreut zwischendurch immer wieder meine Nase. Danke fürs Mitbringen, liebe Annika!
Als Dessert eine Crème Brulée
Bei Crème Brulée muss ich immer an meine liebe Kollegin denken: Sie liebt das französische Dessert sehr. Und da ich ja seit einiger Zeit meine Vorliebe für Gourmand-Düfte entdeckt habe, „musste“ ich die beiden neuen Flanker des ikonischen Mandeldufts von L’Occitane anriechen. Die Variante mit Mandel-Pistazie war mir etwas zu nussig-süß, dafür mochte ich den Hair & Body Mist Amande Crème Brulée von L’Occitane. Beim Aufsprühen kommen mir gebrannte Mandeln in den Sinn, doch der klassische Mandelduft der Körperpflegelinie von L’Occitane sorgt glücklicherweise dafür, dass auch der Duft der Crème Brulée-Variante nicht zu süß ausfällt. Vanille und Tonka im Fond lassen mich an französische Patisserien denken. Moschus macht den Duft nicht zu foodig und machen klar, dass es sich hier nicht um ein Dessert, sondern ein Parfüm handelt. Hier geht es zur Website von L’Occitane.
Ich habe die hier gezeigten Produkte – bis auf die beiden Geschenke – selbst gekauft.
Mit diesen duftenden Inspirationen wünsche ich allen eine schöne Beauty-Woche!

