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Hinter den Beauty-Kulissen… ProTec Ingredia GmbH Proudly Presents: Sieben Fakten über Hafer, die schöner (und klüger) machen

Protec Ingredia Hafer

Here you can find an English version of this article.

In Zusammenarbeit mit ProTec Ingredia // Wer mich kennt oder meinen Blog schon länger liest, weiß, dass ich Haferflocken liebe. Seit Jahren esse ich sie jeden Morgen zum Frühstück, erst als Müsli, nun als Porridge. Die besten Porridge kommen meiner Meinung nach aus dem Norden Europas, also aus Schweden oder Finnland. Fragt ihr euch nun, was meine Haferliebe mit der Beauty-Fortsetzungsgeschichte zu tun hat?

Die Antwort: Hafer macht sich auch richtig gut in der Kosmetik. In einem Video Call mit Cark Maunsell, dem Geschäftsführer und Gründer des Wirkstoff-Herstellers Oat Cosmetics aus Großbritannien, konnte ich erfahren, weshalb das so ist. Sieben spannende Punkte habe ich während des Gesprächs in mein Notizbuch geschrieben, die ich bisher noch nicht über Hafer wusste. Das Motto des Herstellers von kosmetischen Wirkstoffen aus Hafer Oat Cosmetics lautet übrigens: „From field to face“ – um zu unterstreichen, dass Hafer einen festen Platz in der Hautpflege hat. Die Wirkstoffe von Oat Cosmetics werden in Deutschland von ProTec Ingredia an gewerbliche Hersteller von Kosmetik vertrieben.

Was bisher geschah: Im Prolog meiner ‚Beauty-Soap‘ habe ich bereits geschildert, dass ich in Kooperation mit ProTec Ingredia GmbH eine Beauty-Fortsetzungsgeschichte für den Blog entwickelt habe. Sie führt mich zu den Ursprüngen der Kosmetik – denn ohne Roh- und Wirkstoffe kann es keine Kosmetikprodukte geben. Mein kosmetisches Abenteuer startete in der ersten Folge mit einem Besuch beim Algenbauern in der Bretagne. Wer hinter ProTec Ingredia steckt und wie Beauty-Innovationen entstehen, konnte man in den beiden folgenden Kapiteln erfahren. Manchmal ist es allerdings gar nicht so einfach, aus einem Pflänzchen einen Wirkstoff herzustellen. Gelingt es, die interessanten Eigenschaften von Moos in einen Cremetiegel hinein zu bekommen? Während daran längere Zeit getüftelt wurde, habe ich herausgefunden, weshalb Algen und Kosmetik so gut zusammenpassen. Schließlich ist es Mibelle Biochemistry gelungen, auf innovative Weise aus Moos einen kosmetischen Rohstoff herzustellen. In einem lebendigen Telefonat konnte ich dann erfahren, wie Codif z.B. in der Mittagspause auf die spannendsten Ideen für Wirkstoffe kommt. In der letzten Folge habe ich dann bei einem Rundgang durch die Forschung & Entwicklung von Codif gesehen, wie die Wirkstoffe dort hergestellt werden.

Hafer Protec Ingredia Oat

1. Hafer ist anders als andere Getreidesorten

Mein erstes Aha-Erlebnis hatte ich gleich zu Beginn des Gesprächs mit Oat Cosmetics: Anders als bekannte Getreidesorten wie Weizen oder Roggen ist der Hafer Avena sativa ein Rispengras. Er bildet keine Ähren aus, sondern trägt seine Körner an vielfach verzweigten Rispen. Hafer ist längst nicht so ertragreich wie Ährengetreide und hat hinsichtlich der Anbaumenge eine untergeordnete Bedeutung. Aus diesem Grund stand er weniger im Fokus von Züchtungen und gehört deswegen zu den ursprünglichsten Gräsersamen. Da der Hafer für die Massenproduktion uninteressant ist, sind gentechnisch erzielte Züchtungen ebenfalls kein Thema. Stattdessen werden die verschiedenen Hafersorten durch klassische Selektion gezüchtet, so dass bestimmte Eigenschaften mehr oder weniger im Vordergrund stehen. Hafer wird vorwiegend in Nordamerika, Mittel- und Nordeuropa, England und Russland angebaut. Dort, wo die Sommer kühl sind, ist der Wirkstoffgehalt des Hafers am höchsten!

2. Hafer hat die meisten Nährstoffe

Mit seinem gut entwickelten Wurzelwerk gelangt der Hafer an Nährstoffe im Boden, an die andere Getreidesorten nicht herankommen. Entsprechend kommt er gut mit weniger nährstoffreichen Böden klar und gilt sogar als Bodenverbesserer. Auch aus Sicht von Ernährungsexperten ist Hafer die hochwertigste Getreideart, die in Mitteleuropa angebaut wird. Sie besitzt den höchsten Mineralstoff-, Protein- und Fettgehalt von allen gängigen Getreidesorten. Auf den Fettgehalt kommen wir gleich zurück: Für die Kosmetik ist dieser besonders attraktiv. Aber auch sekundäre Pflanzenstoffe wie Avenanthramide oder das im Hafer enthaltene Polysaccharid Beta-Glucan sind für die Hautpflege sehr interessant.

3. Nachhaltiger als Hafer geht kaum

Nächstes Aha-Erlebnis: Der Hafer ist nicht nur ein Bodenverbesserer, sondern benötigt beim Anbau kaum Dünger oder Pestizide. Grund dafür ist seine interessante Genetik mit einem speziellen, integrierten Abwehrmechanismus. Damit ist Hafer gegen Pflanzenkrankheiten resistenter als andere Getreidesorten, viele Getreideschädlinge können sich im Hafer nicht vermehren. Ein weiteres Plus: Hafer verbraucht beim Anbau weniger Wasser als anderes Getreide.

Oat Processing

4. Hafer ist ein Cinderella-Getreide

Cark bezeichnet Hafer in unserem Gespräch als „Cinderella Crop“: Hafer wurde – wie die Märchenfigur Aschenputtel – lange unterschätzt und hat vielleicht sogar so etwas wie einen Dornröschenschlaf hinter sich. Die Erforschung des Hafers lag lange hinter der von anderen Getreidesorten zurück. „Noch immer lernen wir bei jeder Studie etwas Neues über den Hafer dazu, die Natur ist faszinierend“, sagt Cark. Dabei hat Hafer eine lange Geschichte: Bekannt ist er bereits seit der Bronzezeit, seit den Ägyptern wird Hafer auch in Kosmetik verwendet. Aber erst in den 1990er und 2000er Jahren erlebte der Hafer in unserer heutigen Kosmetik ein Revival. Und das völlig zurecht! Denn schon im 19. Jahrhundert war es zum Beispiel in England üblich, ein Haferkissen im Badewasser zu verwenden, um Hautekzeme von Babys zu lindern. Heute weiß man, dass Hafer u.a. das Polyphenol Avenanthramid enthält, das die Haut effektiv beruhigt und zugleich entzündungshemmend wirkt.

5. Kolloidales Hafermehl ist ideal für irritierte Haut

Aus Hafer kann man nicht nur Haferflocken, sondern auch kosmetische Wirkstoffe wie kolloidales Hafermehl oder Haferöl herstellen. Oat Cosmetics arbeitet hierfür mit Spezialisten aus Finnland, Schweden oder auch Norddeutschland und den Niederlanden zusammen. Für das Hafermehl und das Haferöl von Oat Cosmetics wird der Hafer in Schweden und in Finnland angebaut (siehe Foto ganz oben). In diesen Ländern kennt man sich mit Hafer besonders gut aus, die Expertise ist größer als an anderen Orten. „Wenn das Rohmaterial nichts ist, kann kein guter Wirkstoff entstehen,“ erklärt Cark. Entscheidend ist dabei auch die Auswahl der passenden Hafersorte für den jeweiligen Wirkstoff: Je nachdem ist der Anteil an Beta-Glucan, Proteinen, Avenanthramiden oder auch Lipiden besonders hoch.

Bleiben wir erst mal beim kolloidalen Hafermehl, das Oat Cosmetics unter dem Namen Oat COM anbietet (übrigens auch aus Bio-Anbau): Es handelt sich dabei um ein besonders fein gemahlenes Hafermehl (sind keine Nanopartikel, denn sie sollen ja ganz bewusst auf der Haut verbleiben und dort ihre Wirkung entfalten). Oat COM wirkt nachgewiesenermaßen mit hohen Anteilen an Avenanthramiden, Avenacinen, Flavonoiden, Beta-Glucan oder Peptiden beruhigend, schützend, gegen Juckreiz und Irritationen, lindert Rötungen und wirkt zugleich feuchtigkeitsbewahrend. Ideal also für empfindliche und irritierte Hautzustände.

6. Haferöl herzustellen ist komplexer, als ich dachte

Mein nächstes Aha-Erlebnis folgte gleich: Ich ging davon aus, dass es gar nicht so schwierig sei, Haferöl herzustellen – einfach das geschälte Korn auspressen, fertig. Doch weit gefehlt! In den Haferkörnern sind Stärke und Fett eng miteinander verbunden, sie müssen erst voneinander gelöst werden, damit im Öl keine Stärke enthalten ist. Für das Haferöl Oat Lipid e von Oat Cosmetics wird der schwedische Hafer erst geschält, dann gereinigt und gedarrt (um die Enzymaktivitäten des Korns zu stoppen) und schließlich zu Flocken gepresst. Diese kommen dann in ein Ethanolbad, um die Stärke von den Fetten zu trennen. Mit Wasserdampf wird der Alkohol schließlich wieder entfernt. Zum Schluss wird das Öl noch gefiltert, um selbst kleinste Partikel zu entfernen. Und voilà: Das kostbare gelbliche Haferöl Oat Lipid e mit seiner wunderbar geschmeidigen und leichten Textur ist entstanden, es duftet ganz zart und einhüllend nach Haferflocken.

7. Haferöl stärkt trockene und gereizte Haut

Dass Haferöl schon wegen der aufwendigen Herstellung kostbar ist, kann man sich nun gut vorstellen. Aber auch die Inhaltsstoffe sind wertvoll: Das von Ecocert zertifizierte Haferöl Oat Lipid e von Oat Cosmetics ist ein reichhaltiges Öl, das sich aus ausgewogenen Teilen an Ölsäure, Linolsäure und Palmitinsäure zusammensetzt (= hohe Anteile an Omega-3 und Omega-6). Hervorzuheben ist jedoch vor allem der hohe Anteil an Phospholipiden, die die Barrierefunktion der Haut unterstützen und Wasser binden – beides funktioniert bei gereizter und trockener Haut nicht mehr so gut. Insbesondere der Gehalt an hautähnlichen Ceramiden ist im Haferöl außerordentlich hoch: Sie unterstützen die Hautbarriere, binden Feuchtigkeit und schützen die Haut. Damit profitiert nicht nur gereizte Haut, sondern auch trockene, reife Haut von den Wirkstoffen im Haferöl. Außerdem enthält Haferöl mit Tocopherolen und Tocotrienolen (Vitamin E) eine gute Portion Antioxidantien.

Foto Credits: Oat Cosmetics (ganz oben und ganz unten), mittleres Foto: privat

Selbstverständlich kann man aus Hafer nicht nur kolloidales Hafermehl und Haferöl herstellen. In einer der nächsten Folgen dieser Serie werde ich mich nochmals der faszinierenden Haferpflanze widmen. Dazwischen werde ich mich in meiner Beauty-Fortsetzungsgeschichte aber mal der anderen Seite zuwenden. Wer verwendet eigentlich die kosmetischen Wirkstoffe?

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