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Hinter den Beauty-Kulissen… ProTec Ingredia proudly presents: In die Welt der Jania rubens eintauchen

Codif Phytoreactor Jania rubens

Here you can find an English version of this article.

In Kooperation mit Protec Ingredia // Alles begann im Jahr 2006 mit der Einstellung eines Studenten, der beim Hersteller für marine Wirkstoffe Codif in der französischen Bretagne seine Doktorarbeit schrieb. Das Thema: die Kultivierung der Rotalge Jania rubens. Der damalige Student war Eric Gasparotto – er ist heute bei Codif für die Entwicklung von neuen Rohstoffen verantwortlich.

Seine Forschungen haben das Unternehmen geprägt, die Jania rubens ist zu einem Symbol für Codif geworden. In den letzten zehn Jahren wurde von Codif über eine Tonne der getrockneten Rotalge produziert. Ein Meilenstein für Codif! Besonders spannend daran ist, dass als Ursprung und Ausgangspunkt für die Kultivierung ein einziges Milligramm der Alge ausgereicht hat. Wie aus einem Milligramm im Laufe der Zeit eine Milliarde Milligramm der Jania rubens wurden, das gibt es im neuen Beitrag meiner Beauty-Fortsetzungsgeschichte hier zu lesen.

Was bisher geschah: In Kooperation mit ProTec Ingredia GmbH habe ich eine Beauty-Fortsetzungsgeschichte für den Blog entwickelt. Sie führt mich zu den Ursprüngen der Kosmetik – denn ohne Roh- und Wirkstoffe kann es keine Kosmetikprodukte geben. Mein kosmetisches Abenteuer startete in der ersten Folge im Oktober 2019 mit einem Besuch beim Algenbauern in der Bretagne. In den weiteren, monatlich erscheinenden Folgen drehte sich alles um die Entstehung von Beauty-Innovationen, die Herausforderungen bei der Entwicklung von Wirkstoffen (wie bringt man die interessanten Eigenschaften von Moos in einen Cremetiegel hinein) oder um den Bereich der Anwendungstechnik in der Kosmetikindustrie. Bei einem Rundgang durch die Forschung & Entwicklung von Codif habe ich erfahren, was 360° Nachhaltigkeit bedeutet und zukunftsweisende Verfahren zur Erforschung der Wirkung von Rohstoffen mit Hautmodellen kennengelernt. Mit einem Lohnhersteller sprach ich darüber, wie er Wirkstoffe auswählt und befragte Study and Research Managerin Dr. Franziska Wandrey bei Mibelle Biochemistry zu ihrem spannenden Beruf. Alle bisher erschienen Folgen sind auf der Übersichtsseite der Beauty-Fortsetzungsgeschichte gelistet.

Jania Rubens Codif

Was die Jania rubens ausmacht

In der Bretagne hatte ich die Gelegenheit, Eric Gasparotto bei meinem Rundgang durch die Forschung&Entwicklung von Codif kennenzulernen. Als ich ihn fragte, welche Pflanze aus dem Meer er besonders schätzt, nannte er mir sofort die Alge Jania rubens. Im Wasser schwimmend erinnern die pink-lila-farbenen Algen an dekorative kleine Pompons: Buschig breiten sie ihre schmalen Ästchen aus, wie man auf dem Foto oben sehen kann.

Die Rotalge Jania rubens gehört zur Familie der Corallinaceae und ist ungefähr 2-4 cm groß. Der Vegetationskörper ist verkalkt, weshalb man sie auch als Kalkalge bezeichnet. Der lateinische Name beschreibt ihr Äußeres treffend: Das Wort ‘Jania’ geht auf den römischen Gott Janus mit seinem Doppelgesicht zurück, ‘rubens’ weist auf die rote Farbe der Alge hin. Wenn man genau hinschaut, kann man auf dem Foto unten erkennen, dass die Ästchen der Rotalge in jeweils zwei Verzweigungen enden.

Über Milliarden an Jahren haben Algen wie auch die Jania rubens Strategien entwickelt, um mit stressigen Gegebenheiten wie z.B. Trockenheit oder UV-Strahlung in ihrer Umgebung umzugehen. Codif hat es sich zum Ziel gesetzt, diese Eigenschaften zu erforschen und für den Menschen zugänglich zu machen. Denn: Ein bisschen Alge steckt noch immer auch in uns Menschen, da die Evolution der Pflanzen, Tiere und damit auch des Menschen von den Algen ausging. Bemerken kann man das auch daran, dass die Struktur einer Algenmembran interessante Parallelen zur menschlichen Haut aufweist.

Codif jania rubens trocken

Wie Codif die Jania rubens kultiviert wird

Da die Jania rubens sich in der Natur eher rar macht, gern mal auf Felsen oder anderen Meerespflanzen und zudem nur sehr langsam wächst, kam eine Wildsammlung für Codif nicht in Frage – um die natürlichen Ressourcen zu schonen. Deswegen entwickelte Eric über Jahre hinweg eine Methode, die Jania rubens möglichst nachhaltig zu kultivieren, ohne die Natur negativ zu beeinflussen.

Damit gehörte Codif zu den ersten Unternehmen, die sich an die Kultivierung einer Makroalge herangewagt haben. Ähnlich wie Mikroalgen wird die Jania rubens in säulenförmigen Tanks aus Glas (Phyto-Bioreaktoren) kultiviert. Das klingt einfacher als es ist: Für diese Methode des Anbaus müssen die spezifischen Bedingungen im natürlichen Lebensraum der Alge nachgebildet werden. Bis Eric die ideale Umgebung ausgetüftelt hatte, dauerte es viele Jahre. Die Kalkalgen brauchen ausreichend Licht, Bewegung und auch eine passende Umgebungstemperatur. Nun fühlt sich die Jania rubens bei Codif so wohl, dass man sie bereits nach 2-3 Monaten ernten kann.

Was die Jania rubens auszeichnet

Besonders stolz ist Eric darauf, dass der Gehalt an Mineralien und Spurenelementen um ein Vielfaches höher liegt als bei Kalkalgen, die im offenen Meer wachsen. Zum Vergleich: Die Konzentration der Mineralien und Spurenelemente in der Jania rubens ist bereits 20.000 bis 40.000-mal höher als die von Meereswasser selbst. Entsprechend weisen die puscheligen Rotalgen feuchtigkeitsspendende, remineralisierende und schützende Eigenschaften für die Haut auf. Ein weiterer Vorteil der Kultivierung ist es, dass die Rohstoffe von Codif so stets in gleichbleibender Qualität und Reinheit verfügbar sind.

Codif Jania Rubens

Wirkstoffe aus der Jania rubens

Nach der Ernte der Jania rubens steht die Weiterverarbeitung der Alge an. Aus ihr können unterschiedliche Wirkstoffe hergestellt werden. Abhängig von der jeweils gewählten Extraktionsmethode unterscheiden sie sich hinsichtlich ihrer Inhaltsstoffe und Wirkung. Auch die Entwicklung der Extraktionsmethoden ist eine Wissenschaft für sich: Viele Versuche waren nötig, bis Eric und sein Team die passenden Prozesse für die Weiterverarbeitung der Jania rubens gefunden hatten.

  • Dank der Detoxifikation der Mitochondrien (das sind quasi die Kraftwerke der Zellen) regt der Wirkstoff Actiporine 8G die Kollagensynthese an und glättet die Hautoberfläche.
  • Aus der Jania rubens kann pflanzliches Taurin gewonnen werden. Es belebt die Hautzellen und fördert die Bildung des Energiemoleküls ATP (Adenosintriphosphat). Codif setzt diese Aminosäure im energetisierenden Wirkstoff Early Boost ein, der z.B. die Fibroblasten im Bindegewebe bei der Bildung von Kollagen und Elastin unterstützt.

Nachhaltigkeit

Da die Nachfrage nach den Wirkstoffen aus der Jania rubens stetig steigt, hat Codif mittlerweile 48 säulenförmige Tanks zur Kultivierung der Algen in Betrieb. Um die Mitarbeiter zu entlasten, arbeitet Codif daran, die Kultivierung stärker zu automatisieren. Außerdem wurde die Beleuchtung auf LEDs umgestellt, was den Energieverbrauch erheblich senkt. Allerdings hatte das wiederum zur Folge, dass auch andere Parameter der Kultivierung der Jania rubens angepasst werden mussten – die Alge bemerkt jede kleine Veränderung sofort. Um weitere Energie zu sparen, arbeitet Codif auch an der Reduktion des Verbrauchs von Druckluft, die für die Kultivierung nötig ist. Diese ständigen Verbesserungsprozesse haben bei Codif hohe Priorität.

Die nachhaltige Gewinnung von Rohstoffen bezeichnet Codif als Bioth-Ecology, im eben verlinkten Beitrag erkläre ich genauer, was das ist. Mit dieser speziellen biotechnologischen Methode soll das Ökosystem möglichst wenig beeinträchtigt werden: weder hinsichtlich der Ressourcen – es müssen keine Algen aus der Natur mehr entnommen werden – noch bei der Herstellung der Wirkstoffe.

© Fotos: Die Fotos 1 und 3 wurden mir von Codif für diesen Blogpost zur Verfügung gestellt.

Die marinen Wirkstoffe von Codif sind für Firmenkunden beim deutschen Distributor ProTec Ingredia erhältlich.

In der nächsten Folge wird sich alles um Wirkstoffe drehen, die sich nicht um die starre Einteilung nach Geschlechtern kümmern. Stay tuned!

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