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Naturkosmetik: Neue Nischenmarken von der Vivaness 2019

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Im letzten Teil meiner Übersichten mit Neuheiten von der Vivaness 2019 möchte ich euch heute noch einige Naturkosmetik-Marken zeigen, deren Konzepte ich aus verschiedenen Gründen spannend fand: Manchmal ist es das ansprechende Verpackungsdesign, manchmal sind es die interessanten Inhaltsstoffe – oder aber das neuartige Produktkonzept hat mich angesprochen. Ohne weitere Umschweife lege ich nun gleich los!

Booming Bob

Die schwedische Marke Booming Bob (Foto ganz oben) erinnerte mich spontan an die stylischen Verpackungen der Marke Aesop: Auf den schlichten braunen Glasflakons sind die INCI auf der Vorderseite aufgedruckt. Ganz konsequent sind entsprechend auch die Inhaltsstoffe gehalten, bei allen 22 Produkten für Gesicht und Körper handelt es sich um Mischungen aus pflanzlichen fetten Ölen und natürlichen ätherischen Ölen. Hier geht es zur Homepage von Booming Bob.

Hemptouch

Aus Slowenien stammt die Marke Hemptouch, sie setzt auf Inhaltsstoffe rund um den Hanf (das große Trend-Thema in den USA gerade): Hanföl, Cannabinoid (CBD) und sogar Hanfhydrolat. Die pflegenden Produkte sind insbesondere für atopische und empfindliche Haut geeignet – und die Verpackungen von Hemptouch sehen nun viel besser aus als noch vor einigen Jahren. Hier geht es zur Homepage von Hemptouch.

CHOBS

In einem Bioladen in Seoul habe ich bereits einmal eine zertifizierte Tuchmaske von CHOBS erstanden. Deswegen habe ich mich sehr gefreut, die koreanische Naturkosmetik-Marke auf der Vivaness zu sehen. Nach dem Besuch am Stand von CHOBS finde ich die Marke noch viel interessanter als vorher: Der Gründer meint es sehr ernst mit der Naturkosmetik, er unterstützt Biobauern vor Ort und stellt eigene Pflanzenextrakte her. Alle Produkte von CHOBS sind von Cosmos zertifiziert. Der Bestseller ist das Centella Asiatica Serum, das eine ultrageschmeidige Textur hat. Ich werde es testen! Hier geht es zur Homepage von CHOBS, glücklicherweise hat sich bereits ein deutscher Distributor gefunden 🙂 .

Rumi Ilieva

Rumi Ilieva ist eine bekannte bulgarische Fitness-Trainerin, die vor etwa einem Jahr ihre eigene zertifizierte Naturkosmetik-Linie gelauncht hat. Bestseller ist das Glow Serum mit Kaktusfeigenkernöl; das Premium-Sortiment umfasst weitere Seren, Gesichtscremes, Gesichtsreinigung, Bodylotion, Körperbutter, Duschgels, Deo, Lippenpflege, Sonnenschutz oder Babybutter und Männerpflege. In dieser Präsentation auf organicrumi.com kann man sich alle Produkte ansehen.

Niyok

Zahnpflege gab es auf der Vivaness in Hülle und Fülle zu sehen. Ins Auge fiel mir die Marke Niyok aus Berlin – nicht nur wegen ihrer minimalistischen Optik, sondern vor allem wegen ihrer Inhaltsstoffe: Die drei Zahncremes basieren auf Kokosöl und sind übersichtlich formuliert. Mich sprach die Variante mit Blutorange/Basilikum besonders an. Die Tube besteht zu 50% aus Kreide und kommt ohne Weichmacher aus. Hier geht es zur Homepage von Niyok.

Bad Weather

Was für ein Name: Bad Weather heißt die Männerpflege aus Lettland, die sechs minimalistisch verpackte Produkte anbietet. „Born & Tested in Bad Weather“ lautet der Slogan der Marke. Alle Produkte sind von Cosmos zertifiziert, sie kommen aus dem gleichen Haus wie Dabba (die Marke mit den schönen Hydrolaten). Hier kann man sich Bad Weather ansehen (und ich sag mal: die Produkte können Frauen genauso gut verwenden).

blubonbon

Auf der Vivaness hatte ich endlich Gelegenheit, die beiden Gründerinnen Beate Bösch und Monika Hofer der österreichischen Kosmetik-Manufaktur blubonbon kennenzulernen. Vor drei Jahren gründeten sie ihre Firma in Lustenau, mittlerweile umfasst das Sortiment schon 26 Produkte (Körper- und Gesichtspflege). Sie möchten keine überflüssigen Produkte anbieten und ermuntern ihre KundInnen, die Produkte auch miteinander zu vermischen: Aus dem Serum und dem Öl kann man sich beispielsweise eine Gesichtsmaske machen. Die Produkte sind von Bio Austria zertifiziert und sehen richtig hübsch aus. Hier geht es zur Homepage von blubonbon.

ARTQ Organics

Wenn eine Naturkosmetik-Marke aus Japan auf der Vivaness ausstellt, bin ich mit Sicherheit dort am Stand anzutreffen 🙂 ! ARTQ Organics stammt aus Hokkaido (im Norden Japans) und bietet in Japan 13 pflegende Produkte mit Schwerpunkt auf Aromatherapie an. Für den ausländischen Markt wurde die Marke Atelier Organic entwickelt, da gibt es z.B. einen Sake Wash oder einen Matcha Balm. Hier geht es zur Homepage von ARTQ Organics.

BeOnMe

Die Marke BeOnMe kommt aus Südtirol und wurde vor zwei Jahren gegründet. Die bisher 29 Produkte sind in drei Linien aufgeteilt: Eine Tattoo-Pflege (darunter auch Sonnenschutz und Profi-Produkte für Tättowierer, wow), eine Sport-Linie (z.B. ein Anti-Reibungsgel) und die klassische Beauty. Die durchaus zugänglichen Preise liegen zwischen 10 und 14 Euro, alle Produkte sind zertifiziert und vegan. Bestseller ist das Spot Treatment gegen Pickel mit einer interessanten Formulierung. Hier geht es zur Homepage von BeOnMe.

Urang

Gleich zu Beginn der Vivaness habe ich endlich meinen Blogpost über die koreanische Marke Urang veröffentlicht. Die Marke wurde von Jina Lee und ihrer Schwester gegründet, neu im Sortiment von Urang ist die Clarifying Blue Mask. Diese Tonerde-Maske wird durch das enthaltene ätherische Kamillenöl sowie Azulen blau gefärbt – werde ich demnächst ausprobieren. Ich hoffe sehr, dass die Marke mit ihren schönen kugeligen Seren und Ampullen in Deutschland Fuß fassen kann!

Elixr

An den Stand von Elixr habe ich es leider nicht mehr geschafft, ich möchte hier aber unbedingt das ganz im Trend liegende Konzept der Marke aus Freiburg vorstellen: Die drei Ölmischungen sind speziell für das Ölziehen gedacht. Hierfür gibt man das Öl für etwa eine Viertelstunde in den Mund, bevor man es wieder ausspuckt. Ergänzt wird das Sortiment von Elixr mit ätherischen Ölen und bald auch flüssigen Seifen. Hier geht es zur Homepage von Elixr.

Beauty Garden

Aus Frankreich stammt die Marke Beauty Garden mit den leicht wieder zu erkennenden Holztiegeln. Fasziniert hat mich die grüne Gurkenmaske, die deutlich nach Gurke gerochen hat. Muss ich unbedingt mal probieren, wenn ich in Frankreich auf die Marke Beauty Garden stoße. Der namensgebende Garten liegt übrigens im Limousin und kann besichtigt werden! Hier geht es zur Homepage von Beauty Garden.

Qädyp

Gleich noch mal Frankreich! Ich habe ja eine Schwäche für den Norden Frankreichs, weswegen die noch ganz junge Marke Qädyp gleich Sehnsucht in mir ausgelöst hat. Qädyp bietet vier unterschiedliche Ölmischungen, die alle auf von Demeter zertifizierten und traditionell vor Ort angebauten Leinöl basieren. Sie sind für die Pflege von Körper, Gesicht und Haar gedacht; praktisch verpackt sind sie in wiederverschließbaren kleinen Tüten. Der Markenname rührt übrigens von der Ortschaft Quaëdypre her, der Heimat des Gründers. Hier geht es zur Homepage von Qädyp.

Inna Organic

Inna Organic ist eine der bekanntesten Naturkosmetik-Marken aus Taiwan, ich konnte sie dank eines Beauty-Pakets aus Taipei schon ein bisschen kennenlernen (hier ist der Blogpost dazu). Inna Organic wurde 2014 gegründet, die Produkte sind von Cosmos und EWG zertifiziert. Das Sortiment umfasst sieben Tuchmasken sowie Gesichts- und Körperpflege. Mich spricht die Marke schon optisch sehr an, die Tuchmaske mit Myrrhe hat bei meiner trockenen Haut dazu gute Resultate gezeigt. Neu ist eine Maske für empfindliche Haut ohne ätherische Öle. Hier geht es zur Homepage von Inna Organic.

Xeno

Na, was seht ihr in dem Logo von Xeno? Ich habe doch spontan glatt ein Spiegelei darin gesehen 😉 , die meisten Menschen assozieren damit jedoch eher ein kleines Monster oder einen Geist. Jeder kann darin sehen, was er möchte – ganz gemäß dem Slogan „My Way“ von Xeno. Die junge Hamburger Marke bietet bisher vier Produkte: zwei Gesichtsöle (darunter ein Marula-Öl), eine Gesichtscreme und ein Gesichtsspray. Auf Duftstoffe und Alkohol wird in den möglichst minimalistischen Rezepturen verzichtet. Hier geht es zur Homepage von Xeno.

Schau auf Di

Aus Niederösterreich stammt die junge Naturkosmetik-Marke Schau auf Di. Verkauft werden die 14 Produkte z.B. in den Sonnentor-Läden in Österreich. Besonderes Augenmerk wird auf regionale Inhaltsstoffe wie Hanföl oder Haselnussöl gelegt. Auf Anhieb gefiel mir die Bodylotion Wald&Wiese, die aromatisch nach Weihrauch und Rosenholz duftet. Hier geht es zur Homepage von Schau auf Di.

Natural Organics

Die deutsche Marke Natural Organics aus Rheinzabern kannte ich bisher nicht, am Neuheiten-Stand war mir allerdings die neue biomimetische Pflegeserie ins Auge gefallen: Dazu gehören eine Tages-, eine Nachtcreme und ein Serum. Lecithin, Squalan und Tocopherole werden mit pflanzlichen Wirkstoffen von Rotalge, Baumfarn, Felsenrose und Unsterblichkeitskraut ergänzt. Zertifiziert sind die Produkte von Natrue. Hier geht es zur Homepage von Natural Organics.

Fiilit Parfum du Voyage

Vor zwei Jahren wurde die Marke Fiilit Parfum de Voyage in Paris gegründet. Der Name ist Programm: Jeder Duft steht für ein Reiseziel, die Destinationen reichen dabei von Marokko über Japan bis nach Bali. Nicht alle der Düfte sind 100% natürlich (ähnlich wie bei Aimée de Mars), sie basieren jedoch auf Bio-Alkohol. Neu ist das Parfum Camina Provence (100% natürlich), das nach Lavendel, Feige und Zypresse duftet. Gibt es auch in einem nachfüllbaren Taschenflakon. Meine Empfehlung für alle, die von konventionellen auf natürliche Düfte umsteigen möchten. Hier geht es zur Homepage von Fiilit.

Shaoyun

Auf die Prinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin setzt die deutsche Marke Shaoyun aus Speyer. Unternehmensgründerin Shaoyun Liang möchte mit ihrer fast schon medizinisch wirkenden Kosmetiklinie Menschen mit Hautproblemen helfen. Neu ist z.B. der Gelée Royale Lavendel Lippenbalsam. Mehr Informationen zu Shaoyun auf deren Homepage.

Mlle Agathe

Gleich mehrere Firmen mit Schneckenschleim-Kosmetik waren auf der Vivaness vertreten, zwei davon habe ich besucht. Eine davon ist Mlle Agathe aus Frankreich, das große Sortiment umfasst Körper- und Gesichtspflege als auch Nahrungsergänzungsmittel. Neu wurde in diesem Jahr der Sonnenschutz mit bis zu LSF 50+, ein Anti-Age Serum mit 93% Schneckenschleim-Extrakt und eine Lippenpflege präsentiert. In den Produkten kommt konzentrierter Schneckenschleim-Extrakt zum Einsatz, der bei niedrigem Druck und kühler Temperatur hergestellt wird. Das händische und schonende „Ernteverfahren“ wird von Ecocert kontrolliert. Hier geht es zur Homepage von Mlle Agathe.

RoyeR

Nicht auf Schneckenschleim-Extrakt, sondern auf den frischen Schneckenschleim setzt die ebenfalls französische Marke RoyeR. So sollen die wertvollen Inhaltsstoffe bestmöglich erhalten bleiben; der Schleim enthält Allantoin, Kollagen, Elastin, Glycolsäure und Vitamine. Auch hier wird das patentierte und schonende „Ernteverfahren“ von Ecocert kontrolliert. Das Sortiment reicht von Gesichts- über Körper- und Haarpflege. Alle von Cosmebio zertifizierten Produkte kann man sich auf der Homepage von RoyeR ansehen.

yooni

Ganz zum Schluss habe ich noch einen schnellen Blick auf die neue Baby-Pflege von yooni geworfen. Ihre Pflege bezeichnet Gründerin Barbara Flenker als Beautyfood, in den hübschen Flakons stecken pflanzliche Ölmischungen. Auch bei der Verpackung achtet yooni auf Nachhaltigkeit, so kann man selbst die Pipette komplett zerlegen und somit korrekt entsorgen bzw. recyceln. Mehr Infos auf der Homepage von yooni.

Selbstverständlich gab es noch viel mehr Aussteller auf der Vivaness, die ich hier gar nicht alle erwähnen kann – das würde den Rahmen wohl endgültig sprengen 😉 . Marken wie Green + The Gent (Männerpflege) oder Anakena (von der Osterinsel) waren ebenfalls auf der Vivaness vertreten, hatten aber dieses Mal keine Neuheiten im Gepäck.

Puh, nun war ich eine ganze Weile mit meinen Vivaness-Berichten beschäftigt! Ich denke, man sieht, wie viel Arbeit sie machen… In der letzten Woche habe ich bereits folgende Posts mit Neuheiten von der Vivaness 2019 veröffentlicht:

In den nächsten Tagen werde ich euch noch eine interessante Verpackungsidee vorstellen, die ich auf der Vivaness gefunden habe. Und selbstverständlich werden einige der Neuheiten nach und nach ihren Weg auf den Blog finden, sobald ich sie testen konnte.

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