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Hinter den Beauty-Kulissen… ProTec Ingredia GmbH Proudly Presents: Wie die Kunst Korallen, Wissenschaft und kosmetische Wirkstoffe verbindet

Corail Artefact Codif ProTec Ingredia

Here you can find an English version of this article.

In Kooperation mit ProTec Ingredia // Als der französische Künstler Jérémy Gobé 2017 das Kunsthandwerk des Spitzenklöppelns in Le Puy-en-Velay kennenlernte, traf es ihn wie ein Blitz: Das traditionelle Muster mit dem schönen Namen „Point d’Esprit“ (auf Deutsch: Geisteshaltung) erinnerte ihn sofort an die Struktur von Korallen, mit denen er sich in seiner künstlerischen Laufbahn schon seit längerer Zeit beschäftigt hatte. Jérémy begann, im buchstäblichen Sinn neue Fäden zu spinnen – die bis hin zu kosmetischen Rohstoffen führen…

Was bisher geschah: Im Prolog meiner ‚Beauty-Soap‘ habe ich geschildert, dass ich in Kooperation mit ProTec Ingredia GmbH eine Beauty-Fortsetzungsgeschichte für den Blog entwickelt habe. Sie führt mich zu den Ursprüngen der Kosmetik – denn ohne Roh- und Wirkstoffe kann es keine Kosmetikprodukte geben. Mein kosmetisches Abenteuer startete in der ersten Folge mit einem Besuch beim Algenbauern in der Bretagne. Wer hinter ProTec Ingredia steckt und wie Beauty-Innovationen entstehen, konnte man in den beiden folgenden Kapiteln erfahren. Manchmal ist es allerdings gar nicht so einfach, aus einem Pflänzchen einen Wirkstoff herzustellen. Gelingt es, die interessanten Eigenschaften von Moos in einen Cremetiegel hinein zu bekommen? Während daran längere Zeit getüftelt wurde, habe ich herausgefunden, weshalb Algen und Kosmetik so gut zusammenpassen. Schließlich ist es Mibelle Biochemistry gelungen, auf innovative Weise aus Moos einen kosmetischen Rohstoff herzustellen. In einem lebendigen Telefonat konnte ich dann erfahren, wie Codif z.B. in der Mittagspause auf die spannendsten Ideen für Wirkstoffe kommt. Bei einem Rundgang durch die Forschung & Entwicklung von Codif habe ich daraufhin gesehen, wie die Wirkstoffe dort hergestellt werden. Hafer und seine speziellen Eigenschaften in Kosmetik für trockene, irritierte Haut waren Thema in einem weiteren Kapitel. Mit Dr. Schilling von der Maxim Gruppe sprach ich darüber, wie ein Lohnhersteller Wirkstoffe aussucht und welche Themen in der Kosmetikbranche zukünftig wichtig werden könnten. Anschließend befragte ich Study and Research Managerin Dr. Franziska Wandrey bei Mibelle Biochemistry zu ihrem spannenden Beruf. Statt eines Messebesuchs stellte ich in einem Schaufenster vier innovative Wirkstoffe vor, die hoffentlich schon bald in neuen Kosmetikprodukten zu finden sind. Im Labor von Codif wurde mir gezeigt, wie die Wirkung von Rohstoffen mit Hautmodellen erforscht wird – ein zukunftsweisendes Verfahren. Hinaus in die Natur ging es mit der Stiftung ProSpecieRara, die sich für Biodiversität einsetzt. Wie es der Kosmetikindustrie während der Pandemie geht, erfuhr ich vom Team von ProTec Ingredia Ende Dezember. Was 360° Nachhaltigkeit bei Codif bedeutet und wie es in der Produktion von Mibelle Biochemistry aussieht, gab es in den beiden Kapiteln vom Anfang des Jahres zu lesen. Im Frühjahr sprach ich mit Dr. Jan-H. Riedel über den BSB Innovation Award und besuchte ein Webinar über Blaue Biotechnologie für nachhaltige Kosmetik. Außerdem erfuhr ich alles über den Bereich der Anwendungstechnik, stellte vier Wirkstoffe für mehr Glow vor und entdeckte, wie die DNA Analyse Kosmetikwirkstoffe sicherer macht. Nach der Mibelle Biochemistry Cyber Celebration beschäftigte ich mich im letzten Kapitel damit, was ein Distributeur von Kosmetikwirkstoffen macht.

Corail Artefact Codif

Faszination Koralle

Aber fangen wir von vorne an: Korallen sind keine Pflanzen, sondern Tiere, die wissenschaftlich als Nesseltiere Cnidaria bezeichnet werden. Zu dieser Gruppe gehören neben den Korallen auch Quallen, Seeanemonen oder Polypen. Korallen leben in Kolonien zusammen und bilden Korallenriffe: Diese entstehen, weil das tote Skelettmaterial, das durch Einlagerungen von Kalk entstanden ist, immer wieder von lebendigen Korallen überwuchert wird. Sie ernähren sich überwiegend von Mikroalgen oder Plankton, die sie aus dem Meereswasser herausfiltern.

Korallenriffe haben wichtige ökologische und auch physikalische Funktionen: Sie schützen die Küsten vor Sturmschäden, Erosion und Tsunamis, außerdem beherbergen sie ein Viertel der Biodiversität im Meer und werden deswegen auch als ‚Regenwald der Meere‘ bezeichnet.

Leider sind Korallenriffe stark bedroht: Ein Fünftel davon ist bereits verschwunden, darunter ein Drittel des vor Australien liegenden Great Barrier Riffs. Grund dafür ist die globale Erderwärmung und die damit zusammenhängende Versauerung der Meere durch die erhöhte CO2-Konzentration. Auch Verschmutzungen, z.B. durch toxischen Plastikmüll und Überfischung bringen das ökologische Gleichgewicht in den Ozeanen weiter durcheinander.

Das Projekt ‚Corail Artefact‘

Schon länger suchen Wissenschaftler nach Wegen, wie man abgestorbene Korallenriffe neu ansiedeln kann. Um diese künstlichen Strukturen unter Wasser zu installieren, wird ein Medium benötigt, das widerstandsfähig, flexibel und zugleich biomimetisch und biologisch abbaubar ist.

Und hier kommt das von Jérémy Gobé gegründete Projekt Corail Artefact ins Spiel, das sich dem Schutz der Korallenriffe verschrieben hat. Die große Ähnlichkeit der Strukturen der Spitze aus Le Puy-en-Velay inspirierte den Künstler zu einem Versuch in einem Meeresaquarium: Er stellte dabei fest, dass sich die Korallen an der korallenähnlich gemusterten Spitze ansiedelten und vermehrten. Hergestellt wird die Spitze aus pflanzlichem Material und ist zudem biologisch abbaubar – wie wäre es also, wenn die Spitze helfen würde, die Korallenriffs in den Meeren zu regenerieren…?

Um seinem Ziel näher zu kommen, wandelte Jérémy das Projekt ‚Corail Artefact‘ in eine Stiftung um und erweiterte zugleich den Horizont: ‚Corail Artefact‘ verbindet mittlerweile nicht nur Kunst, Wissenschaft und das Engagement für die Korallenriffe, sondern bringt auch Unternehmen aus den Bereichen Meeresaquaristik oder Hersteller von ökologischem Beton an einen Tisch. Außerdem setzt sich das Projekt für Bildung an Schulen und öffentlichen Bildungsstätten ein, um die Bedrohung der Korallenriffe bekannter zu machen.

Corail Artefact Codif ProTec

Codif als Partner von ‚Corail Artefact‘

Als Bildhauer beschäftigt sich Jérémy viel mit Materialen. Neue Technologien brachten ihn auf die Idee, natürliche Algenextrakte in die geklöppelte Spitze zu integrieren, um das Korallenwachstum gezielt zu fördern. Bei seinen Recherchen stieß er dabei auf Codif, den Hersteller von marinen kosmetischen Wirkstoffen.

Seit September 2020 arbeitet Codif nun mit Jérémy zusammen und unterstützt das Projekt ‚Corail Artefact‘ als Partner: Aus dem Portfolio von Codif wurden marine Extrakte aus der Bretagne hinsichtlich der Regeneration von Korallen ausgewählt und in die Spitze integriert. Seit einigen Monaten wird in einem Meeresaquarium in Guadeloupe getestet, wie die Korallen reagieren. Im Frühjahr nächsten Jahres werden die ersten wissenschaftlichen Ergebnisse erwartet. Ziel ist es, auf diese Weise abgestorbene Korallenriffe mit der korallenähnlich gemusterten und mit den marinen Extrakten ausgestatteten Spitze in größerem Maßstab wiederbeleben zu können.

Nachhaltige Innovation durch Kunst

Einer der spannendsten Aspekte am Projekt ‚Corail Artefact‘ ist es für mich, dass die Kunst hier zum Beschleuniger für nachhaltige Innovationen wird. Mit seinen von den Korallen inspirierten textilen Skulpturen im Wasser und auch auf dem Land schafft Jérémy ungewöhnliche Verknüpfungen: Er setzt sich für die Regeneration der Korallenriffe, aber auch für das ebenfalls vom Aussterben bedrohte künstlerische Handwerk des Spitzenklöppelns ein – eine Parallele, die der Ausgangspunkt für ‚Corail Artefact‘ war.

Mit der Vielfalt der Natur als Vorbild hat Jérémy mit seinen Partnern ein künstlerisches Projekt kreiert, das weit über die Kunstszene hinausgeht und verschiedene Interessensgruppen an einem Strang ziehen lässt. Dank seiner Kunst werden Korallen, Wissenschaft, nachhaltiges Engagement und eben auch ein Hersteller von marinen Kosmetikwirkstoffen miteinander verbunden.

© Foto: Corail Artefact. Die Fotos wurden mir für diesen Beitrag von Codif zur Verfügung gestellt.

In der nächsten Folge der Beauty-Fortsetzungsgeschichte besuche ich meine erste Messe seit Februar 2020. Stay tuned!

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