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Meine Gesichtspflege (47): Hannah

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Während ich heute auf dem Naturkosmetik Branchenkongress in Berlin unterwegs bin, gibt es hier auf dem Blog ein Gesichtspflege-Special: Eine starke Allergikerin beschreibt ihre Pflegeroutine und gibt außerdem noch tolle Tipps, solltet ihr ebenfalls von Allergien betroffen sein.

Falls ihr ebenfalls eure Routine vorstellen möchtet, schickt mir dazu einfach ein Foto mit euren Sachen sowie einen kurzen Text, in dem ihr beschreibt, wie eure Gesichtspflege aussieht. Es sollte sich dabei unbedingt um überwiegend naturkosmetische Produkte handeln (es dürfen maximal 1-2 konventionelle Produkte dabei sein). Die Email-Adresse für die Einsendungen lautet beautyjagd(at)yahoo.de – (at) bitte mit @ ersetzen. Ich freue mich schon auf eure Mails!

Bisher haben Sophie, Nancy, hazel, Antonietta, Steffi, Cleo, Astrid, Noemi, Severine, Petra, Lina, Anita, Nessie, Theresa, Birgit, Cherry, Sina, Valandriel, Gila, Cornelia, Kat, TanjaSanna, Anja, Jasmin, Ruth, Tanja Christina, Polarstern, Yvonne, Sonnenblume, Orris, Veruschka, Katrin, Kathleen, Aurora, Andrea, Moni, Ellalei, Elisabeth, FreyaIda, Annamo, Marie, Julie, Mina und ich in der aktuellen Blog-Serie unsere Pflegeprodukte vorgestellt. Und nun Vorhang auf für Hannah!

♦ Die Fakten: Ich bin Hannah, 28 Jahre alt, und wohne in Nürnberg. Ich habe bereits als Kind Naturkosmetik verwendet, da meine Mutter sehr viel Wert auf Inhaltsstoffe legte, und bin mit Weleda aufgewachsen (inklusive Zahnpaste mit Himbeergeschmack). Meine Haut ist sehr fettarm und produziert nur wenige Öle, höchstens mal im Sommer auf der Nase. Auch meine Kopfhaut produziert nur wenig Sebum, sodass ich mit einer Haarwäsche alle 6-7 Tage locker hinkomme, wenn ich nicht aus anderen Gründen auch zwischendurch mal die Haare wasche. Auch ein Jahr WO (Water Only) konnte ich relativ easy durchhalten. Jedoch hat meine Haut an sich ausreichend Feuchtigkeit und Elastizität. Pickel und Unterlagerungen bekomme ich schnell von diversen Inhaltsstoffen, z.B. von Bismuth Oxychloride oder Lauroyl Lysine in einigen Mineralfoundations, habe aber ansonsten eine relativ reine Haut und ein relativ ruhiges Hautbild.

♦ Meine Hautpflege-Geschichte: Meine Hautpflege hat sich im Lauf der Jahre zwei größeren Veränderungen anpassen müssen. Zunächst war da mit 20 das Absetzen der Pille. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich vermutet, dass meine Akne sich auch ins Erwachsenenalter fortsetzen würde, und war brennende Anhängerin deckender Foundations. Mit der hormonellem Umstellung wurde meine Haut jedoch viel besser und die Entzündungen verschwanden größtenteils. Ich habe zu dieser Zeit auf milde Tenside umgestellt und meine Gesichtswäsche auf einmal pro Tag bzw. Haarwäsche auf einmal pro Woche reduziert, weil ich der Trockenheit meiner Haut entgegenwirken wollte.

Seitdem ich 22 war folgte eine weitere Umstellung: Ich entwickelte Allergien. Besonders in den Jahren 2009-2013 entwickelte ich multiple IgE-vermittelte Allergien, die größtenteils sehr schwer verlaufen (d.h. irgendwo zwischen „Ich habe Asthma und meine Schleimhaut im Hals schwillt an“ und „mein Blutdruck fällt ab, ich fall gleich um“). Die Grundlage der Allergieentwicklung waren Nahrungsmittel, aber auch Aerosole (Stichwort Duftstoffe), jedoch wirkt sich das natürlich auch auf die Hautpflege aus. Ich habe fünf Jahre lang komplett auf alle Duftstoffe verzichtet (inkl. Geschirrspülmittel), inzwischen benutze ich jedoch ab und an wieder „abwaschbare“ Produkte mit Duftstoffen, sofern ich sie vertrage. Auf die Details einzugehen sprengt jedoch den Rahmen. Gerne können mich Interessierte aber über meine Facebookseite kontaktieren.

Der Fokus meiner Hautpflege ist es im Moment, meiner Haut eine „künstliche“ Fettschicht zur Verfügung zu stellen. Ist diese Voraussetzung erfüllt, ist meine Haut zufrieden. Anti-Aging und Nährstoffzufuhr stehen im Moment hinter dem Punkt Verträglichkeit. Ich hoffe, das wird sich bald ändern und der Trend geht auch mal wieder ins Positive. Ich habe extrem viele, auch exotische Allergien. Auch viele „Ultra-Sensitiv-DAAB-ausgezeichnete“ Produkte, die inzwischen in den meisten Drogerien (sei es konventionelle Kosmetik, Naturkosmetik oder im Babyregal) gibt, vertrage ich nicht. Daher stelle ich viele meiner Pflegerodukte selbst her, von Haarwaschseife oder Shampoo über Lippenstifte bis zum Deo. Nachdem ich mich erstmals überwunden hatte, ist es ein tolles Hobby geworden und man hat auch immer Weihnachtsgeschenke parat. Im Folgenden stelle ich aber nur meine „Basics“ vor, was im wesentlichen auch meiner Reiseroutine entspricht und dem Minimum, mit dem meine Haut gut zurechtkommt.

♦ Reinigung: Morgens reinige ich Gesicht und Körper mit warmem Wasser (aka ich dusche).
Da ich tagsüber Mineral Foundation trage und unterwegs bin, reinige ich abends mein Gesicht mit einem Waschgel, das ich vertrage. Im wesentlichen dürfen nicht viele Pflanzenextrakte enthalten sein und am besten keine oder nur für mich verträgliche Duftstoffe, da ich auf manche sehr stark reagiere (insbesondere das häufig vorkommende deklarationspflichtige Cinnamal, aber auch viele ätherische Öle von Zitrusfrüchten über Gewürze und Gräser wie Vetiver). Im Moment benutze ich das aus dem Sortiment genommene Mousse Detergente Delicata per il Viso Riso Venere von Bottega Verde. Ich habe auch noch Cocamidopropyl Betaine und Reworderm hier und werde mir selbst ein einfaches Waschgel herstellen, wenn mein Backup von Bottega Verde leer ist. Ich liebe auch selbstgemachtes Öl-Peeling (mit Rhassoul, Kaffee oder Meersalz).

♦ Pflege: Im Winter benutze ich ausschließlich Lanolin. Meine Haut war noch nie zuvor so gepflegt im Winter wie mit reinem Lanolin. Dies ist eine Entdeckung, die ich sicher auch ohne Allergien weiterhin nutzen werde. Im Frühjahr/Herbst baue ich Sheabutter als „leichtere“ Variante in meine Routine ein. Im Sommer steige ich komplett auf Sheabutter um und wechsle diese täglich mit Borretschöl oder Öl der siberischen Zirbelkiefer (Zedernnussöl, nicht das ätherische Öl) ab. Ich creme/öle mein Gesicht meist zweimal täglich nach der Reinigung ein, und je nach Bedürfnis im Winter auch häufiger oder im Sommer nur einmal täglich. Andere „Lieblingsinhaltsstoffe“ von mir sind Kaffeebohnenöl, Kakaobutter und Cupuacubutter sowie Neutralöl, und seit diesem Jahr auch Kaffebohnen- und Kakaobohnen-Absolue, die ich jedoch nicht zur Pflege verwende, sondern ab und an als Parfum am Kragen meines Oberteils. Gegen ein paar meiner „Liebsten“ bin ich leider inzwischen stark allergisch: Brokkolisamenöl und Leinöl. Meine Haut liebte beides und ich kann nur allen weiterempfehlen, sich durch sämtliche Öle zu testen. Es ist wirklich etwas für jeden dabei – wer suchet, der findet. Brokkolisamenöl ist auch hervorragend als Leave-In für die Haarspitzen geeignet.

♦ Lippenpflege: Ich benutze einen getönten DIY Lipbalm aus Reiskeimöl, Kakaobutter, Lanolin und ein paar anderen Inhaltsstoffen (wo ist nur mein Rezept?).

♦ Sonnenpflege: Ich benutze täglich Mineralfoundation im Gesicht, die ich als meinen mineralischen Sonnenschutz betrachte. Lieblinge sind momentan die Foundations von Inika, Meow, Alienor, The All Natural Face und die micafreie Variante von Chrimaluxe. Letztere beseitigt bei mir auch Pickel innerhalb eines Tages und gehört somit auch zu meiner Gesichtspflegeroutine an manchen Tagen meines Zyklus, die Pickel begünstigen.

Meine Tipps für starke Allergiker: Startet mit den Basisrohstoffen, die ihr sicher vertragt. Man kann sich dabei gut an den verträglichen Lebensmitteln orientieren und z.B. zugehörige Öle testen. Eventuell kann man geringe Mengen vom Rohstoffhändler kaufen, diese testen und sich damit wieder eine Liste der verträglichen Inhaltsstoffe erstellen. Öle und Buttern, auf die keine bzw. nur extrem selten Allergien auftreten sind: Neutralöl (Caprylic Triglyceride), Kakaobutter und die verwandte Cupuacubutter, Kaffeebohnenöl, evtl. Kaktusfeigenöl (ist aber teuer) oder Reiskeimöl. Raffinierte und erhitzte Öle können verträglich sein, je nachdem auf welches Allergen einer Pflanze ihr reagiert. Trotzdem würde ich dieses vorsichtshalber nicht verwenden, wenn ihr starke Reaktionen habt, da immer Spuren des Allergens enthalten sein können.

Verträgliche Duftstoffe herauszufinden ist leider ein sehr schwieriges Unterfangen, da es sehr viele gibt und die meisten nicht deklariert werden müssen. Wenn ihr unbedingt Duftstoffe verwenden möchtet, bieten sich natürliche ätherische Öle zum Testen und Einschränken der „Verdächtigen“ an, jedoch bitte nur wenn ihr nicht stark reagiert. Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass mir erst durch die Duftstoffpause und meine durch die Allergien stark erhöhte Geruchsempfindung bewusst wurde, wo überall und in welch großen Mengen Duftstoffe heutzutage im Alltag anzutreffen sind (und wie störend und auch gefährlich für manche Menschen z.B. Raumbeduftung in öffentlichen Toiletten sein kann). Insofern empfehle ich jedem Menschen, der einen bewussteren Umgang mit Duftstoffen sucht und diese Erfahrung gerne machen möchte, eine mehrmonatige Duftstoffpause einzulegen – das ist wirklich ein Augenöffner.

Ansonsten gilt: Reagiert ihr auf ein Produkt, macht auf alle Fälle eine Analyse der Inhaltsstoffe und lasst die kritischen Inhaltsstoffe (leider häufig Pflanzenöle/-extrakte, aber auch Duftstoffe/ätherische Öle, Konservierungsstoffe, u.a.) in Zukunft weg. Wenn ihr euch unsicher seid, ob ihr das Produkt vertragt, testet das Produkt am Handrücken oder Unterarm, bei sehr starken Reaktionen und/oder wenn ihr euch unsicher fühlt beim Arzt. Erinnert euch auch daran, dass Menschen, die ihr küsst, das Produkt aufgetragen haben könnten! (Ich hatte schon mehr als eine starke Reaktion deswegen…) Wenn ihr nicht mehr weiterwisst und vor dem Selbermachen noch zurückschreckt, sind die ultrasensitiv-Reihen von z.B. Rossmann, dm und Müller in deren Babyabteilung ein guter Startpunkt. Einige der Produkte enthalten aber z.B. Kamille oder Mandelöl. Auch hier gilt: Immer auf die Inhaltstoffe schauen!

Und zum Schluss noch die Bilderklärung: Auf dem Teller im Uhrzeigersinn ab Kaffeepeeling: Kaffee-Rhassoul-Peeling, Selbstgemachtes Shampoo, Lippenpflege, Creme 1 (Herbst), Creme 2 (Winter), Sheabutter, Lanolin anhydrat. Daneben: Borretschsamenöl von Saloos, Zedernnussöl von Aveo, Reinigungsmousse von Bottega Verde, Mineralfoundation von Alienor.

Vielen Dank an Hannah, dass sie ihre spezielle Gesichtspflege hier geteilt hat! Gibt es unter euch auch andere starke Allergikerinnen?

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48 Kommentare

  1. Eine ganz andere Art der Pflege – vielen Dank für’s Teilen, das war sehr interessant zu lesen! Mich interessiert gerade brennend das Rezept für’s Shampoo, denn ich habe Neurodermitis auf dem Kopf, und deswegen eine sehr trockene, stark zu Schuppen neigenende und juckende Kopfhaut (mein Trost dabei ist, dass man das wenigstens nicht sieht.. ). Momentan teste ich mich noch durch, nachdem ich den Absprung von konventionellen Produkten mit Urea wieder gewagt habe – ein selbstgemachten Shampoo würde mich aber sehr interessieren.

    Ich bin sehr beeindruckt von deinen erworbenen Kenntnissen und dem Selbermachen-Aspekt – aus der Not eine Tugend, wie man so schön sagt.

    • Hannah sagt am 7. Oktober 2015

      Ich war vor meinen Allergien auch ein Jahr lang den Urea-Produkten verfallen (bzw. davon abhängig).
      Es gibt ja unterschiedliche Ursachen für Schuppen, bei mir waren es dir trockene, fettarme Haut (auch genetisch in die Richtung angelegt) und die zu fettarme Pflege (seitdem ich mehr öle/fette ist es bei mir kein großes Problem mehr).
      Ich bekomme Schuppen
      a) wenn meine Kopfhaut zu trocken ist (beim Fönen, was ich aus diesem Grund nie tue; zu starkes Entfetten durch zu häufiges Waschen)
      b) bei der Jahreszeiten-Umstellung meiner Haut von Sommer auf Winter für einen kurzen Zeitraum.
      c) als Reaktion auf bestimmte mildere Tenside, die ich noch nicht genau identifizieren konnte.

      Dinge, die mir gegen Schuppen geholfen haben, sind: Haare + insbesondere Kopfhaut vor dem Waschen über Nacht einölen/eincremen (auf Handtuch schlafen) und mit milderen Tensiden waschen; nicht zu häufig Waschen und gar nicht Fönen.

      Wenn du mit Schuppen auf bestimmte Inhaltsstoffe reagierst, wäre es am Besten, dir ein ganz einfach zusammengesetzes Shampoo mit milden Tensiden und ohne z.B. Alkohol zu kaufen (z.B. Baby-Ultra-Sensitiv Shampoos von DM/Rossmann/Müller) oder in der Tat, es selbst zu mischen – oder, wenn du dich traust, Co-Washing oder WO zu versuchen (mehr zu diversen Waschritualen findest du im Langhaarnetzwerk). Einen Liste diverser Tenside gibt es z.B. hier http://www.olionatura.de/_basics/tenside.php oder hier gegliedert von aggressiv bis mild http://blondblog.de/juckende-kopfhaut-durch-tenside/ .
      Was ich noch von meinem Shampoo-Rezept weiß habe ganz unten ans Ende der Kommentare geschrieben, leider habe ich meine Rezepte momentan verlegt.

      Am wichtigsten ist aber nach meiner *persönlichen* Erfahrung der Tipp: Pre-Wash-Kur und milde Tenside.

    • Liebe Fayet,

      trockene und schuppige Kopfhaut sieht man zwar icht soo, ist aber suuper nervig. Ich kenn es durch meine Pso und seit ich mit Naturseife wasche ist es nicht mehr so schlimm. Seit neustem verwende ich noch etwas Aloeveragel und auch dass hilft mir ganz gut.

      Ich drück dir die Daumen, dass du etwas findest was die Neurodermitis lindert.

      LG Laura

  2. Liebe Hannah, ganz, ganz herzlichen Dank fürs Vorstellen Deiner Pflegeroutine und fürs Erzählen Deiner Geschichte.
    Ehrlich gesagt, berührt es mich sehr, wie empfindlich und sensibel Du reagierst auf Dinge, die ja Alltag und allgegenwärtig sind. Ich finde es sehr bewundernswert, wie Du Dich mit der Thematik auseinandersetzt und Deinen Weg gehst, für Dich heraus zu finden, welche Bedürfnisse Körper und Seele haben und für Dich zu sorgen. Ich bin mir sicher, auf diese Weise ermöglichst Du es, Dir und Deinem Körper zur Ruhe zu kommen. Bei Unverträglichkeiten und Allergien eine bestimmt hilfreiche Voraussetzung, wenn das Immunsystem nicht immer auf Hochtouren läuft.
    Duftstoffe meide ich im Allgemeinen auch, einfach weil sie mich nerven und ich Kopfschmerzen bekomme.
    Mich macht es grad auch sehr nachdenklich, wie übertrieben ich Pflegeprodukte einsetze und denke darüber nach, was mich dazu eigentlich bewegt.Brauchen tue ich sie mit Sicherheit nicht und ob meine Seele den zum Glück noch mittelmässigen Konsum braucht… wohl eher mein Ego…
    LG

  3. Das tut mir echt Leid, dass du so viele Allergien hast, vielen Dank für die ganzen Tipps. Ich selber habe zwar keine Allergien, aber sehr empfindliche Haut und teilweise, aber nicht schlimm, Psioriasis, eventuell sogar auch durch Kosmetik Produkte ausgelöst.
    Insgesamt habe ich im Laufe der Zeit festgestellt, dass ich am besten auf Parfum und ätherische Öle verzichten sollte, ebenso auf Alkohol (abgesehen von Fettalkoholen). Wobei ich mich mit den deklarationspflichtigen Duftstoffen gar nicht so auskenne und ich viele Produkte trotzdem vertrage. Für die Haarpflege verwende ich meistens zum Beispiel beduftete Produkte. Bei mir sind die Auswirkungen, wenn ich mal daneben greife aber auch meistens nicht so schlimm. Wobei ich etwas Angst habe, dass ich noch mehr Probleme bekomme wenn ich älter werde, da meine Mutter viele Allergien hat, außerdem Rosacea und ebenfalls Psioriasis, aber viel schlimmer. Letztens hat sie stark auf die Med Gesichtspflege von Dr. Hauschka reagiert, ich habe ihr dann auch erst mal empfohlen auf Parfum und ätherische Öle, sowie Alkohol zu verzichten. Sie verwendet jetzt Kokosöl, bräuchte aber auch noch etwas „Fett“. Woher beziehst du denn das Lanolin? Verträgst du dann so was wie Lippenstift oder getönte Lippenpflege?
    Liebe Grüße
    Mari

    • Hannah sagt am 7. Oktober 2015

      Sheabutter ist auch ein tolles Fett, etwas leichter als Lanolin.
      Es gibt auch eine Menge exotische Buttern (Murumuru (=bin allergisch, sehr aromatisch), Cupuacu (=ein bisschen cremiger als Kakaobutter, aber relativ hart), Mangobutter (nie getestet, da allergisch gegen Mango)…)
      Diese und Lanolin kann man bei diversen Rohstoffhändlern kaufen, z.B. Teebaumkosmetik, Manske, Dragonspice.

      Bzgl. der Lippenpflege/-stifte: Die sind bei mir tatsächlich alle selbstgemacht. Viele Lippenstifte enthalten Duftstoffe, ab und zu Aromastoffe, sehr häufig Rizinusöl (dagegen bin ich stark allergisch), Avocadoöl, Kokosöl, … Irgendetwas, das ich nicht vertrage, ist eigentlich immer dabei. Ab und zu bringt P2 in einer LE Produkte raus, die ich verwenden kann, z.B. zuletzt die Gold&Crown Lip Palette, die war Vaseline-basiert, ohne Duftstoffe und mit nur 1 pflanzlichen Wachs…. ist natürlich keine NK.

      Hoffe, deine Mutter findet ein paar gute Öle/Buttern. So ein Ausprobier-Set wäre sicher auch ein tolles Weihnachtsgeschenk!

  4. Liebe Hannah, Ich bewundere dich sehr, wie gut du gelernt hast, mit diesem Riesenproblem umzugehen.
    Respekt! Respekt!

    Auch ohne Allergikerin zu sein, stören mich die Duftwolken in öffentlichen Räumen sehr.
    Diese Art Zwangsbeglückung müßte verboten sein.

  5. Hallo Hannah!

    Mir geht’s grad so wie Ulli- dein Beitrag beschäftigt mich ganz schön und ich hab beim Lesen mal wieder gemerkt, wie dekadent man doch von Zeit zu Zeit unterwegs ist, weil man ohne großartig überlegen zu müssen im Überfluss schwelgen kann….
    Ich habe einen Heidenrespekt vor deiner Geduld im Umgang mit den Allergien!
    Die Idee mit der Duftstoffpause finde ich gut! Mir ist auch ohne schon oft bewusst (und unangenehm), wie vollgeladen man mit Duftstoffen aller Art wird. Mich nervt’s nur ungemein, wenn Aufzüge, Toiletten, bestimmte Abteile im Supermarkt usw. „parfümiert “ sind- dass das für manche aber auch tatsächlich gefährlich sein kann, war mir so nicht bewusst.
    Vielen Dank für deinen Beitrag!

  6. Noemi B. sagt am 6. Oktober 2015

    Ein nachdenklicher Post, der aber Mut macht! Respekt, wie du das für dich gelöst hast 🙂
    Bisher fand ich Fremdbeduftung eigentlich nicht gross störend, doch aus diesem Blickwinkel ist es echt eine Zumutung, bzw. Nötigung, die nicht sein müsste.

    Und da fühle ich mich sehr privilegiert, dass ich auf Solches nicht schauen muss…
    Danke fürs Zeigen!

    • Hannah sagt am 6. Oktober 2015

      Mir ist die Fremdbeduftung auch erst durch meine Allergien überhaupt aufgefallen und zum Störfaktor geworden.
      Mittlerweile sehe ich es so:
      Jeder soll privat Parfüm tragen, parfümiertes Waschmittel benutzen, die Wohnung beduften etc. soviel er möchte.
      Wenn man aus dem Haus geht, sollte man sich einschränken, insofern man bewussterweise eine Person z.B. Kollegen trifft, die damit Probleme hat. Einfach, um nett zu sein und der Person keine Probleme zu verursachen.
      Was hingegen die Beduftung öffentlicher Räume angeht, bin ich ein großer Kritiker.
      Klar, kein starker Duftstoffallergiker/MCSler wird leichtsinnig in eine Parfümerie (oder DM-Filiale…) spazieren.
      Aber die Inhaltsstoffe der Duftstoffe sowie überhaupt die Präsenz der Duftstoffe sind auch für nicht-Allergiker nicht ersichtlich.
      Daher halte ich
      a) eine (verpflichtende) Aufklärung von Privatunternehmen über die Tatsache für angebracht, dass Duftstoffe+Co-Inhaltsstoffe die Luftqualität nicht verbessern, sondern verschlechtern , und potentiell gesundheitsgefährdend sind.
      Hintergrund: Die Mehrheit der Firmen, z.B. Cafes, benutzt, zumindest im Toilettenbereich „Raumduft-Sprüher“. Ich gehe davon aus, dass die meisten Gastwirte sich nie über potentielle Nachteile, Inhaltsstoffe und Unnötigkeit der Sprühmischung Gedanken gemacht haben.
      b) eine deutlich sichtbare Warnung der Konsumenten, die einen solchen Raum betreten für angebracht.
      c) eine vollständige Deklaration der Inhaltsstoffe wäre auch wünschenswert. Es geht mir dabei nicht z.B. um eine „Blockade“ der Hersteller ätherischer Öle (Problematik „Lavendelbauern“)… Für diese natürlichen Inhaltsstoffschwankungen sollte für kleinere Hersteller eine vereinfachte Lösung gefunden werden… Sondern um eine vollständige Deklaration z.B. von Raumdüften, Sprays wie Febreze, aber auch Deos etc.
      – Ich bin immer dafür, dass der Kosumentenschutz vor „Geschäftsgeheimnissen“ wie Duftstoffzusammensetzungen stehen muss. –
      Man kann darüber natürlich anderer Ansicht sein.
      Auch die aktuelle Allergendeklaration für offen verkaufte Lebensmittel packt das Problem nur am Ansatz und behindert wahrscheinlich kleinere Produzenten/Restaurants eher, als sinnvoll für Allergiker zu sein. Auch hier ist Aufklärung der Weg zum Ziel.
      Sehr interessant zum Thema Duft und Geruch sind übrigens die Bücher „Duft und Geruch“ (2010), sowie „Bioaerosole und Gesundheit“ (2008) von W. Mücke/C. Lemmen. (beide aus dem ecomed Medizin Verlag)

      • meerwoge sagt am 7. Oktober 2015

        Hallo Hannah,

        für mich ist Parfüm inzwischen auch zum Störfaktor geworden. Eine kurze Episode dazu:
        Kürzlich saß ich im Flugzeug und eine Frau bekam von ihrem Mann ein Parfüm geschenkt. Natürlich hat sie es sofort aufgetragen und mit ihrem griechischen Schwung mir es auch an den den Hals gesprüht. Es war eine nette Geste – nur- ich mag das ganz und gar nicht, besonders nicht in dieser Enge und in dieser hohen Konzentration.

        Ich wünsche mir daß meine Mitmenschen etwas feinfühliger bei dem Gebrauch von Parfüm/Duschgel, etc. sind.

        Parfürmiertes Schrankpapier kaufe ich auch nie wieder. Vor der Verwendung mußte ich es erst mal auslüften 🙂

      • Waldfee sagt am 7. Oktober 2015

        Es gibt parfümiertes Schrankpapier? Meine Herren, an so was denkt man ja im Leben nicht. Ich mag Düfte sehr, aber natürlich nicht jeden.

      • Noch schlimmer: parfümiertes Katzenstreu!! örks! Die armen Miezen – keine Katze braucht ein Klo mit Lavendelduft! Ist wohl für die Faulen gedacht, die das KaKlo nur 3x im Jahr waschen….
        So ein Schrott.

      • Waldfee sagt am 7. Oktober 2015

        Ich hab parfümiertes Katzenstreu mit Rosenduft gesehen* würg*?
        Meine Miez kriegt Cats Best Öko irgendwas, das sieht aus und riecht wie Holzpellets aus der Tischlerei und darf in die Biotonne?

      • Noemi B. sagt am 8. Oktober 2015

        Waldfee, da haben wir das gleiche Katzenstreu 🙂 🙂 ich finde das auch klasse!

  7. Liebe Hannah, danke fürs Vorstellen Deiner Pflege. Ich bin auch Allergikerin, allerdings haben sie sich bei mir inzwischen weitgehend ausgewachsen, wobei ich besonders stark auf bestimmte Lebensmittel und Pollen reagier(t)e. Drum weiß, ich: weglassen ist gut. Ich habe die Erfahrung etwa bei bestimmten Lebensmitteln gemacht: nach langer Karenz ging es irgendwann wieder problemlos. Ich finde es toll, wie Du Deinen Allergenen auf die Schliche gekommen bist, wissend, dass das oft wirklich schwierig ist und man systematisch und akribisch vorgehen muss. Lachen musste ich allerdings bei Deiner Begeisterung für Lanolin, denn mit reinem Wollwachs auf der Haut könnte ich mir diese wohl regegelrecht abziehen. Wollwachs vertrage ich bis heute nicht. Was mir besonders gut an Deiner Pflege gefällt: alles da, da fehlt es an nichts. – Weniger ist alles, was man braucht. Mit starken künstlichen Duftstoffen habe ich übrigens nach wie vor ein Problem. Da krieg ich mitunter ganz plötzlich Kopfweh oder muss heftig nießen. Wirklich arm sind diesbezüglich LehrerInnen, die Meuten von mit Axe und Billigparfüms bedufteten Teenagern unterrichten müssen.

    • Hannah sagt am 6. Oktober 2015

      Liebe Ruth,
      auch ich hoffe auf eine Verbesserung meiner Allergien durch Karenz und anderen Methoden, die ich verfolge, um meine Immunsystem zu beruhigen (Inklusive Methoden, die der „psychischen Ausgeglichenheit“ dienen, Ernährung, Sport…). Ich habe allerdings, bis auf bewusstes Stress-Vermeiden, -Reduzieren und auf meinen Stresslevel zu achten (das war und ist ein langer Lernprozess für einen „100% Menschen“ wie mich), die anderen Dinge (gesunde Ernährund und Sport) vor meinen Allergien schon getan. Daher gehe ich weniger von körperlichen als von äußeren und psychischen Ursachen für diese plötzliche übertriebene Abwehrreaktion meines Körpers aus.

      Solange es ging, habe ich auch mit Allergien weiterhin möglichst viele entzündungshemmende Lebensmittel in meine Diät integriert (Leinöl, Hanföl, Obst, Gemüse) und bin überzeugt, dass dies meinem Körper gut tat. Leider bin ich gegen fast alles allergisch geworden (Das ist wörtlich zu verstehen, leider…ich kann eine IgE-vermittelte Allergie regelrecht provozieren, wenn ich etwas ab und an esse).
      Ohne ewig auf Details einzugehen: Medikamentös ließ sich bei mir keine Verbesserung und auch keine Stabilisierung meines Zustandes erreichen – also habe ich Ende 2013 alle Medikamente abgesetzt (Omalizumab/Hyposensibilisierung/tägliche Antihistaminika…), die ich seit 2009 einnahm. In Kombination mit „Allergenvermeidungsmaßnahmen“ wie Urlaub in den Bergen ist dieses Jahr für mich das Beste seit 2009 gewesen. Auch einige meiner Reaktionen haben sich abgeschwächt (wie die der 3 Obstsorten, die ich momentan WIEDER vertrage), aber ich liege bei vielen Lebensmitteln auch nach 4-6 Jahren Karenz noch über der „Ich kann es essen“-Schwelle, sprich mir schwillt noch die Schleimhaut im Hals an, aber nicht immer lebensbedrohlich wie zuvor. Dann gibt es einige Dinge, wie Zwiebelgewächse :-(, bei denen ich momentan langfristig von keiner Verbesserung ausgehe. Liebe Leser, genießt euren Knoblauch! 🙂 Dennoch hoffe ich, dass es mir wie dir geht und auch andere Allergiker die Geduld haben und das Glück, zumindest wieder einige Lebensmittel dazuzugewinnen.

      Ich weiß, dass anscheinend einige Menschen kein Lanolin vertragen (Pestizide? Die armen Schafe…habe mich aber nicht im Detail dazu informiert). Es scheint aber möglich zu sein, aus Sheabutter und einigen Ölen eine gute (aber leichtere) Alternative herzustellen. Wie Allergien sind auch (Un-)Verträglichkeiten sehr individuell. Meine Haut liebt Lanolin. Was benutzt du als fettige Alternative? Vielleicht interessieren sich einige LeserInnen darfür.
      P.S.
      An die LehrerInnen unter Axe-Eposition habe ich gar nicht gedacht … Die Armen (auch Ohne Allergien ;-))

      • Wie wird Lanolin eigentlich gewonnen? An lebenden Schafen wird rumgedrückt?????

      • Hannah sagt am 7. Oktober 2015

        Ne, das ist in der Wolle (quasi „die Imprägnierung des Schafes“) und wird bei Kochen ausgewaschen und dann abgeschöpft. Das ist die traditionelle Methode: https://www.youtube.com/watch?v=d2pEIsyWD-Y , wird im industriellen Maßstab ebenso gemacht, nehme ich an.
        Ist halt leider nicht vegan und hat teilweise den Kritikpunk „Pestizide im Lanolin“ (daher nur rückstandskontrolliert kaufen), da irgendwo die armen Schafe wohl auch noch damit eingesprüht werden…

      • Lanolin wird aus der beim Scheren der Schafe anfallenden Wolle gewonnen. Wie genau, weiß ich nicht. Aber ich erinnere einen Fall, daß eine sehr namhafte Firma in Erklärungsnöte geraten ist. In einem ihrer Produkte zur Babypflege! Fand man Rückstände von Insektiziden. Diese wiederum hatte man den Schafen ins Fell gesprüht, um vor insektenbefall zu schützen. Man kann manchmal gar nicht so verwinkelt denken, wie man müßte, um größtmögliche Sicherheit bei Inhaltsstoffen zu haben.

      • Lanolin gehört jedenfalls zu jenen kosmetischen Rohstoffe, auf die sehr viele Menschen allergisch reagieren. Nachdem ich Bienenwachs vertrage, ist es kein großes Problem. Balms und Buttern ohne Lanolin findet man, wenn man sucht. Man könnte sich so eine einfach gestrickte salbenartige Creme natürlich auch ganz einfach selbst rühren. Das ist sicher keine Hexerei, zumal die Wasserphase ausfällt.

  8. Waldfee sagt am 6. Oktober 2015

    Danke für den Anstoß in meinem Kopf, wie zufrieden ich eigentlich mit meiner Haut sein kann. Man jammert ja oft auf hohem Niveau?
    Ich finde es klasse, das du deinen Weg gefunden hast und das du mit dir Eins geworden bist. Es wird mir klar, wie privilegiert ich eigentlich bin, das ich einfach so Kosmetik im Laden kaufen kann.
    Ich wünsche dir alles Gute für dich und deine Haut?

    • Hannah sagt am 6. Oktober 2015

      Um ehrlich zu sein, ich bin oft nicht zufrieden mit meiner Haut, obwohl sie im Vergleich zu meiner „Aknezeit“ um Welten besser ist und ich auch einige Pflegeprodukte habe, mit denen ich im Moment gut zu Recht komme.
      Man muss das alles immer in Relation setzen.
      Ich denke
      a) viele Menschen mit „unsichtbaren“ Behinderungen/Krankheiten/Einschränkungen, wie z.B. Allergien, haben oft Probleme, die Situation ihrem Umfeld (Familie, Freunde, Arbeitgeber, …) zu erklären. Ich habe gelernt, dass nicht alles so einfach ist, wie man als „Unbetroffener“ denkt und es Dinge gibt, die man als Wissenschaftler nicht erklären und kategorisieren kann (Ich bin Physikerin).
      b) es ist immer noch eine Luxussituation in einer Stadt in Deutschland so ein Problem zu haben- Ich bin mir dessen bewusst, dass es vielen anderen Menschen (und anderen Lebewesen…) schlechter geht.

      Zu mir persönlich:
      Viel mehr als Kosmetik, die mir einfach Spaß macht, vermisse ich Nahrungsmittel, da a) Ich des Öfteren das Gefühl habe, einen Mangel an etwas zu haben (auch wenn meine Blutwerte gut sind)…. Ich habe einfach regelmäßig sehr starke Gelüste nach Tomaten und Zwiebeln und für mich ist das ein Zeichen, dass mein Körper das unbedingt will und braucht.
      b) Die eingeschränkte Ernährung bereitet mir auch Sorgen, weil ich das Gefühl habe, dass ich damit langfristig etwas Schlechtes für meinen Körper tue (Da ich mich leider nicht mehr Obst- und Gemüsebasiert ernähre)

      Außerdem hat meine Geschichte mir auch neue Perspektiven eröffnet, da ich jetzt anfange im Bereich Allergologie aktiv zu sein, worauf ich sonst nicht gekommen wäre…

      • Lust auf Zwiebeln?? Verträgst Du Kohlrabi? Die schmecken nicht ähnlich , ich weiß, sind aber beide schwefelhaltig – vielleicht lösen sich dann die Zwiebel-Gelüste auf… LG

      • Hannah sagt am 7. Oktober 2015

        Ne, leider sind alle Kohlgewächse weggefallen…Wobei ich gerade auf Sauerkraut hoffe – meine Reaktion darauf ist nach 5 Jahren Pause so schwach, dass ich es ohne lebensbedrohliche Symptome essen kann (gestern getestet…aber die Frage ist, inwieweit regelmäßiger Konsum die Situation schnell wieder verschlechtert…). Kohlrabi, Brokkoli und Co. werden wohl noch warten müssen.
        Aber Zwiebeln sind was Feines!

  9. meerwoge sagt am 6. Oktober 2015

    Hallo Hannah,

    Kaffebohnen- und Kakaobohnen-Absolue als Parfüm?! Toll.

    Woher beziehst du dieses Produkt?

    Neugierige Grüße

    • Hannah sagt am 6. Oktober 2015

      Das gibt es bei vielen Rohstoffhändlern. Ich habe damals bei blessyourbody bestellt, die es leider nicht mehr gibt.
      Eine ganze Liste von Rohstoff-Händlern gibt es auf der tollen DIY-Kosmetik-Seite Olionatura.
      Ich habe bisher bei Teebaumkosmetik in Berlin, Manske, Dragonspice, Coastal Scents u.a. bestellt. Es gibt keinen Shop, bei dem ich wirklich negative Erfahrungen gemacht habe. (bei Manske waren meine Buttern mal durch ätherische Öle parfümiert, da die anscheinend nahe beieinander gelagert wurden … wenn du aber nicht so empfindlich bist, wird dich das nicht betreffen)
      Ich werde bald bei baccararose bestellen, die auf äth. Öle., Co2-Extrakte etc. spezialisiert sind. Die Liste ist lang und du kannst einfach schauen, wer die Produkte hat, die du grade bestellen willst, und die günstigsten Versandkosten bietet.

  10. Liebe Hannah,

    Dein Beitrag ist höchst interessant! Würdest Du die Rezepte der Löffel-Inhalte preisgeben? Ich bin nicht bei Facebook – sonst hätte ich dort nach gefragt.

    Lieben Dank und herzliche Grüße.

  11. Liebe Hannah,

    irgendwie scheint es mir im Blut oder in den Genen zu liegen, dass ich gerne helfe…
    Zudem es mir gesundheitlich sehr gut geht und auch sonst mit Haut und Haaren alles bestens ist.
    NUR wenn Du magst, bitte doch Julie um meine Email Adresse und ich schicke Dir ein paar Informationen, welche Dich hoffentlich weiter bringen könnten.
    Ich selber habe einen naturheilkundlichen bzw. ganzheitlichen Hintergrund und vertrete die gleiche Meinung, wie sie erst kürzlich von Gila und Theo kommentiert wurde – Schönheit und/bzw. Gesundheit hat viele Facetten und eine davon kommt sicherlich von „innen“ 😉
    Möchte hier keine Links mehr teilen, da einige evtl. „allergisch“ drauf reagieren könnten 🙁

    Beste Grüße

    Sonja

    • Liebe Hannah, ich habe mich in meinem Kommentar oben mit Ratschlägen vornehm zurückgehalten, weil ich weiß wie unendlich diffizil dein Problem ist, wenn man es therapeutisch angehen will. Diese Zurückhaltung bleibt auch jetzt. Aber Sonjas Hinweis, es mal im feinstofflichen Bereich zu versuchen, möchte ich doch ganz unbedingt unterstützen. Dein Hintergrund als Naturwissenschaftlerin versperrt dir möglicherweise (noch) diesen Weg. Mein Mann war Chemiker, für den nur galt, was man messen,zählen, wiegen konnte. Er hat meine Beschäftigung mit der „anderen Seite“ mit Toleranz aber auch freundlichem Spott begleitet. Aber nach einer eigenen Erfahrung mit Homöopathie
      War er so fair,auch im kollegenkreis zu sagen „Ich weiß, daß esnicht funktionieren kann, aber ich gebe zu, es hat gewirkt“.
      Das allergrößte Problem ist aber, einen s e h r guten Therapeuten zu finden. Das gilt für die schulmedizinische Seite genauso wie für die naturheilkundliche.
      Ich wünsche dir von ganzem Herzen viel Erfolg auf deinem Weg, der wahrscheinlich lang und schwierig sein wird. Laß dich nicht entmutigen!

      @ Sonja wenn du mir deine Infos auch zuschickst, freue ich mich sehr. Vielleicht entdecke ich da Neues für mich. Das Dazulernen hört bekanntlich nie auf.

      • Waldfee sagt am 7. Oktober 2015

        „Ich weiß, das es nicht funktionieren kann. Aber ich gebe zu, es hat gewirkt.“
        Liebe Gila, das ist ein wunderbarer Satz für mich. Ich bin ja auch so ein Schulmediziner, der gerne mehr in die „andere“ Richtung tendieren möchte. Aber es funktioniert nicht bei mir. Dafür bei meinem Mann, meiner Tochter, den Vögeln und der Mieze. Vielleicht will ich es zu sehr und bin zu verkrampft und nicht offen genug. Weil es eben nicht sein kann, das es funktioniert. Und deshalb finde ich diesen Satz so genial und vielleicht hilft er mir ja auch?

      • Hannah sagt am 7. Oktober 2015

        Ich denke, ihr schätzt mich (und auch andere Physiker, wobei es da natürlich große Unterschiede gibt) da falsch ein. Gerade wenn man Physik studiert, wird einem bewusst, wie komplex reale Zusammenhänge, wie das menschliche Immunsystem, sind. Diese werden aufgrund ihrer Komplexität, zumindest meiner Meinung nach, nie vollständig beschrieben werden können.
        Zudem liest man sich als Physiker mit wissenschaftlicher Genauigkeit gewisse Zulassungsstudien und nicht nur die Verkaufsprospekte durch und betrachtet auch die „konventionellen“ Methoden durchaus kritisch.
        Ich habe bisher diverse „alternative“ Wege angetestet, auch frei nach dem Motto: Wenn es irgendwem geholfen hat, dann hilft es vielleicht auch mir.
        Ich hatte einen Versuch (ein Treffen) mit einem Homöopathen, das mich überhaupt nicht überzeugt hat (mein Gedanke danach war: so einen Quatsch habe ich noch nie gehört ;-))
        Ich habe mich selbst mit Mangosteen-Pericarp-Tee behandelt (DIY zuhause hergestellt, leider auch dagegen allergisch geworden), weil ich diverse Studien zu Mangostan vielversprechend auf meinen Fall bezogen fand. Zudem habe ich diesen Sommer eine TCM-Behandlung gemacht, da TCM offensichtlich vielen Menschen bei diversen Problemen hilft – allerdings bisher das Gefühl, es war weder positiv noch negativ.
        (Den „passenden“ Tee konnte ich natürlich nicht trinken, da ich auf alle Inhaltsstoffe reagierte).
        In Bezug auf meine „psychische“ Seite, habe ich die meiste Arbeit selbst gemacht, da mir das am Besten liegt (Psychotherapie, Gruppentherapie etc. – Für mich ein Graus). Meine verständlicherweise auftretenden Panickattacken (ich habe 2009-2010 ständig ein weiteres Lebensmittel „verloren“ und hatte auch ständig Anaphylaxien) bin ich alleine wieder losgeworden. Tolles Buch zu dem Thema: „When Panick attacks“ von David D. Burns, weil es sehr viele verschiedene Ansätze vorstellt, von rationalen bis zu emotionalen, und man daher eine gute Chance hat auf etwas zu stoßen, dass einem zumindest ein wenig weiterhilft.
        Unterstützend habe ich jetzt eine Hypnosetherapie angefangen (Hypnose = total faszinierend, sollte jeder mal ausprobieren), die mich in einigen Fragestellungen zu meinen Problemen weitergebracht hat und mit der ich bisher am zufriedensten von bin.
        Am meisten hat mir aber meine Arbeit an mir selbst und vor Allem Rückbesinnung auf mich selbst geholfen. Auch wenn die Situation bei Weitem nicht gelöst ist (Anaphylaxien auf soviele Inhaltsstoffe weiterhin möglich…) habe ich mein Asthma doch zumindest auf ein Level bekommen, dass mich den Großteil der Zeit ohne Medikamente zurechtkomme bzw. wenn ich in der kritischen Zeit wegfahre in die Berge sogar fast das ganze Jahr.

        Wenn ihr weitere Tipps habt, immer gerne her damit !

      • Liebe Hannah, ich hoffe, es klingt nicht zu überheblich, wenn ich behaupte, daß du auf dem richtigen Weg bist. Alle Abzweigungen, Irrwege gehören dazu. Auch die Verzweiflung, wenn man doch endlich, endlich den richtigen Knopf gedrückt haben möchte.

        Mir fällt noch einiges zu Sätzen in deiner Antwort ein. Aber ich sehe da die deutlichen Grenzen des Schreibens auf einem Blog. Es braucht eben doch oft das direkte Gespräch.
        Um auf deinem beruflichen Gebiet zu bleiben:
        Das eine ist die Physik, das andere die Quantenphysik.
        Das klitzekleine Problem dabei, daß die Quantenphysik noch von niemandem verstanden wurde.

      • Spannend, spannend! Ich mag es immer, wenn Schulmedizin und „die andere Seite“ aufeinander treffen – friedlich natürlich.
        Auch Physiker gegen Spirituelle… wir haben noch sooo wenig von der Welt und dem All begriffen, mit unseren beschränken 5 Sinnen.
        Besonders fesselnd finde ich Quarks und die spukhafte Fernwirkung.
        Doch das wäre Stoff für einen nächsten Philosophie-Post 🙂

      • Liebe Gila,

        sehr gerne schicke ich Dir einige Links, bei welchen ich an Hannah gedacht habe!
        Deine Erfahrungen lese ich übrigens zu gerne und habe mir das mit dem Kurkuma-Rezept abgespeichert.
        Selber verwende ich bei so ziemlich allem, was ich zum Essen zubereite großzügig Bio-Kurkuma.
        Ansonsten nehme ich eher – wegen der enthaltenen Menge – zusätzlich hochwertige Nahrungsergänzungen.
        Aber auch hier sollte jeder für sich selbst entscheiden und in sich reinspüren, was einem gut tut 😉
        Lass Dir bitte meine Email Adresse von Julie geben – hazel und Ranunkel haben sie auch.
        Ich komme jedoch erst frühestens am Sonntag oder eher Anfang kommender Woche dazu.

        Herzliche Grüße

        Sonja

      • Hallo Hannah,

        schön, dass Du offen bist und einiges ausprobiert hast.
        Manchmal dauert es, bis das Richtige gefunden ist.
        Und manchmal brauchen wir die nötige Zeit/Reife, um bestimmte Dinge verstehen zu können.
        Es ist wie in der Schule – von der ersten Klasse bis ins Gymnasium schaffen es vielleicht nur „Wunderkinder“ – die allermeisten von uns würden nach einer solchen Lücke dort nur Bahnhof verstehen 😉
        Meiner Erfahrung nach bilden so gut wie alle erlebten Dinge ein Mosaik, welches immer mehr wächst und nach und nach Antworten bzw. Lösungen anbietet.
        Meine Tipps wären übrigens andere zu denen, welche Du aufgeschrieben hast.
        Melde Dich, wenn es Dich interessiert.

        Alles Gute,

        liebe Grüße

        Sonja

      • @ Julia Danke dir für die Adressevon Sonja, meine Mail ist schon unterwegs.

        Übrigens sage keiner, dein Blog wäre einseitig.
        Von Quantenphysik bis Katzenstreu!
        Ich habe mich gerade schlapp gelacht.

        Dein Blog ist wie ein buntes Spiel. (Spiel durchaus auch ernst gemeint.) ich freue mich jeden Tag darüber.

      • beautyjagd sagt am 8. Oktober 2015

        Und ich freue mich über so einen netten Kommentar 🙂 Ich liebe die Vielseitigkeit und das Spiel auch!

  12. Liebe Hannah,
    vielen Dank für das Teilen deiner Pflege und deines Umgangs mit Duftstoffen.
    Ich habe seit Jahren eine extrem sensible Nase, so dass ich auf viele Duftstoffe mit starken Kopfschmerzen reagiere und bei vielen (kk)-Düften bekomme ich ein wunderschönes Ekzem – so dass ich eigentlich seit Jahren keine Düfte mehr verwende.
    Für mich war das immer eine reine Empfindlichkeit olfaktorischer Art die ich halt besitze, dass das noch weitere Auswirkungen haben kann merk ich erst seit ich (ziemlich) reizfrei Pflege und mir mehr Gedanken mache, was auf mein Gesicht kommt.
    Vielen Dank fürs Zeigen.

  13. Vielen Dank für das Zeigen deiner Pflege. Beim Lesen wurde mir bewusst, dass ich meine relativ unkomplizierte Haut oft nicht zu schätzen wusste. Da gingen mir Rötungen auf den Senkeln und dort nervte mich ein Pickel. Ich werde mich nun aber in solchen Situationen bewusst daran erinnern, dass es nicht jede/r so einfach hat. Ich musste auch lange nach einer verträglichen Pflege suchen, da ich auch bei vielen reinen Pflanzenölen mit Unreinheiten reagiere. Sehr gut vertrage ich das Rosehip Öl von Pai, sowie Erdbeernussöl. Jojobaöl geht evt. auch, hatte aber auch schon Probleme damit. Auf Duftstoffe reagiere ich gemäss Hautarzt-Test nicht, habe sie jedoch im Verdacht, meine Rötungen evt. leicht zu verstärken. Künstliche Dufstoffe in Parfüms mag ich fast komplett nicht mehr, mir wird davon übel. Leider ist unsere Firmentoilette auch beduftet. Dass solche Düfte wohl nicht unbedingt zur Gesundheit beitragen, ist mir schon länger bewusst, jedoch hatte ich keine Ahnung, dass sie für Allergiker sogar lebensbedrohlich sein können.

    Kein Gemüse mehr essen zu können, wäre für mich schlimm. Ich esse zwar grds. alles, mag aber Gemüse extrem gerne. Ich drücke dir die Daumen, dass du bald wieder mehr Sorten essen kannst! Ich muss zugeben, ich weiss so gut wie nichts über igE-vermittelte Allergien, aber das Thema hat mein Interesse geweckt.

    • Dein Shampoo-Rezept würde mich interessieren, da ich noch einige Rohstoffe zum selbermischen von Aromazone zu Hause habe. 🙂

  14. Hannah sagt am 7. Oktober 2015

    Ich suche dieses WE nach meinem Rezept-Heft. Ich habe es irgendwo „sicher“ gelagert und finde es im Moment nicht. In der Basis meines letzten Shampoos waren aber, das weiß ich noch, die folgenden Produkte:
    Einkorn-Hydrolat (Manske) und Aloe-Vera-Saft, Glycerin, Coco-Glucoside, Aktivkohle (Baldwins), Black Soap (Kakao/Kokos/Palmöl basiert von Coastal Scents), Zitronensäure und noch ein paar andere Sachen, die ich jetzt nicht mehr weiß…
    Wenn ich die Rezepte wiederfinde, stelle ich sie hier noch rein.

  15. Liebe Hannah,

    ich habe deinen Post gestern schon gelesen und dass einzige was mir dazu einviel war „heftig!“
    Großen Respekt, wie damit umgehst und wie du das Durchhalte vermögen hast die Sache so akribisch anzugehen!!!
    Danke auch, das du deine Erfahrungen mit uns geteilt hast.

    LG
    Laura

  16. Vielen Dank!
    Auch ich habe Heuschnupfen und Neurodermitis – also ganz viele Allergien und Unverträglichkeiten. Lebensmittelallergien seit ich 4 Wochen alt bin.
    Aber so gut wie keine wenn ich deinen Bericht lese. Du bist tapfer!
    Mein Leidensdruck war gering bis stark inkl Spitalaufenthalt.

    Alternative Heilmethoden: Auch viel ausprobiert. Mal hat die eine Methode geholfen, mal nicht. Und letztlich weiss ich nicht was hilft, wenn es hilft.

    Das Leben und die Allergien sind ja keine statische Sache und bei mir war und ist es mal so und dann wieder anders und immer wenn ich denke, ich habs nun raus was mir hilft und weiss wo`s langt geht, zack! funktioniert`s nicht mehr oder grad wieder anders.
    Das war und ist für mich persönlich das Lehrstück – vorübergehend.
    Der Mensch ist vermutlich wirklich eine komplizierte „Geschichte“ und mit der Idee der Kausalität kommt man nicht sehr weit.
    So ab 25 konnte ich diese Allergiesache recht gut loslassen. Ich weiss nicht mehr was zuerst war, das loslassen oder eben die Abnahme der Symptome. Vermutlich Zweiteres.
    Nach fast 40 Jahren haben wir wohl so ein wenig die Nase voll voneinander.

    Tipps kann ich dir keine geben. Derzeit funktioniert bei mir Hauschka med. Doch während der Schwangerschaft ging das gar nicht.

    Das Bild von dir auf dem Berg hat mich heute oft begleitet. Das sieht schön aus.

    Alles Gute und pass auf dich auf

    Emma

    • Das war am Dürrenstein/Picco di Vallandro, von dem man eine grandiose Aussicht hat.

  17. Liebe Hannah,
    erstmal Hut ab! Trotz deiner Geschichte hat man das Gefühl, dass dir Kosmetik (vor allem die Rohstoffe an sich) noch immer sehr viel Spaß machen. Toll!
    Und ich finde super, dass du trotz Allergien (oder wahrscheinlich gerade deshalb) auf deine eigenen Rezepturen zurückgreifst und die Hoffnung nicht aufgegeben hast, dass es auch etwas für dich in der Welt der Naturkosmetik gibt (: .
    Ich selbst habe nur leichte Allergien (z.B. Gräser), aber nichts gravierendes, sondern nur mal ein bisschen Schnupfen. Früher hatte ich einige neurodermitische Stellen (vererbt von meinem Papa), die ich mittlerweile aber komplett unter Kontrolle habe.
    Obwohl ich meines Wissens nach keine Duftstoffallergien habe reagiert meine Nase doch sehr empfindlich auf intensive Düfte, was sich meist in Kopfschmerzen zeigt. Auslöser können da z.B. Pfefferminze (ja, andere nehmen es ja gern bei Kopfschmerzen, bei mir bewirkt es das Gegenteil ^^), Orangendüfte oder Rose sein. Deshalb nutze ich am liebsten nur leicht beduftete bzw. aquatisch beduftete Produkte. Walddüfte mag ich aber auch sehr gern, weshalb mich auf Anhieb das Zedernnussöl angesprochen hat. Das muss ich mir mal merken (: .
    Bei Zitrusölen habe ich auch eine leichte „Unverträglichkeit“ feststellen können, weil ich davon vermehrt Pickel bekomme. Wahrscheinlich sollte ich dann auch einen Bogen um ätherische Zitrusöle machen, die ja in der Naturkosmetik gern mal als Beduftung eingesetzt werden. Pickel bekomme ich aber recht schnell von einigen Stoffen, z.B. auch Sojaöl.
    Sehr schön ist übrigens auch das Foto mit den tollen Rohstoffen auf den Löffeln (: .
    Sheabutter als reine Pflege finde ich auch sehr gut.
    Vielen Dank für diesen tollen Beitrag mit vielen neuen Anregungen, auch für alle, die einfach nur gern selbst mischen (: . Liebe GRüße-

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